Niemeyer bricht Rekordversuch verletzt ab

100 Kilometer wollte Vera Niemeyer in 24 Stunden schwimmen. Doch eine Fußverletzung zwang die Sportlerin zu einem frühen Aus.

| 2. Juli 2018 | AKTUELL

Vera Niemeyer musste ihren Rekordversuch abbrechen.

Vera Niemeyer musste ihren Rekordversuch abbrechen.

Foto >privat

24-Stunden-Weltrekordlerin Vera Niemeyer hat eine Verbesserung ihres Rekords auf über 100 Kilometer verpasst. Die Aachenerin brach ihren Versuch beim 24-Stunden-Schwimmen in Meiningen am Samstag nach rund vier Stunden Schwimmen wegen einer Verletzung am Fuß ab. Zum Zeitpunkt ihres Ausstiegs hatte Niemeyer 19,8 Kilometer zurückgelegt. Damit lag sie voll im Plan, um ihre 96,3 Kilometer aus dem Vorjahr zu übertrumpfen. Die stärksten Leistungen in Meiningen erzielten Anne Hembd aus Zwickau mit 53 Kilometern und der Bermbacher Chris-Pascal Hoffmann mit 52 Kilometern

"Dieser Schritt hat mir sehr weh getan und ich war sehr enttäuscht", schreib Niemeyer einen Tag später auf ihrer Facebook-Seite. "Besonders traurig bin ich, weil es bislang noch bei keinem 24 Stunden Schwimmen so gut gelaufen ist. Trotz der sehr frühen Probleme mit dem Fuß war ich richtig schnell und energiesparend unterwegs. Eigentlich lief alles mehr als perfekt bis zu dem Moment wo einfach gar nichts mehr lief."

Was genau passiert war, kann die Sportlerin noch immer nicht sagen. "Ich ging nach etwa 1,5 Kilometern in die Wende und beim Abstoßen fing der Fuß sehr an zu schmerzen." Der Versuch, sich danach stärker mit dem anderen Bein abzustoßen, um den schmerzenden Fuß zu entlasten, ging noch etwa zehn Kilometer gut. "Auf den nächsten (und für mich dann auch letzten) 6 Kilometern bekam ich dann zusätzlich immer häufiger Krämpfe im anderen Bein und dadurch, dass ich nicht mehr gut aus den Wenden gekommen bin brauchte ich pro Bahn etwa 2-3 Züge mehr und hatte einfach keinen vernünftigen Rhythmus mehr." Als ihr klar wurde, dass sie auf diese Weise nicht mehr lange weiterschwimmen könne, brach Niemeyer das Schwimmen nach Rücksprache mit ihren Betreuern ab.

Ob es kommendes Jahr einen weiteren Angriff auf die 100-Kilometer-Marke geben wird, steht noch nicht fest.