"Nicht getraut, mich umzublicken"

Auf der Zielgeraden schüttelte Moritz Bartels alle verbliebenen Konkurrenten ab. Wir haben in Mölln mit dem neuen deutschen 10-Kilometer-Meister gesprochen.

| 29. Juni 2018 | AKTUELL

Der deutsche Meister Moritz Bartels (links) und der Drittplatzierte, Arti Krasniqi, stehen nach dem Rennen uf dem Podium. Der Zweitplatzierte, Alexander Studzinski, musste bereits zum Flughafen.

Der deutsche Meister Moritz Bartels (links) und der Drittplatzierte, Arti Krasniqi, stehen nach dem Rennen uf dem Podium. Der Zweitplatzierte, Alexander Studzinski, musste bereits zum Flughafen.

Foto >Peter Jacob / spomedis

Moritz Bartels, herzlichen Glückwunsch zu Ihrem ersten Deutschen-Meistertitel. Ist das Rennen so verlaufen wie geplant? Ja. Ich habe am Anfang versucht, mich hinten reinzuhängen, um Kraft zu sparen. Am Ende kam der lange Endspurt, den ich eigentlich gar nicht so früh ansetzen wollte. Aber auf einmal war ich vorn und dachte nur: jetzt Augen zu und durch.

An der letzten Boje war Alexander Studzinski noch an Ihnen dran. Studzi ist links geschwommen, ich rechts. Also habe ich versucht, mich vor ihn zu setzen. Das hat ganz gut geklappt. Wo die anderen waren, wusste ich überhaupt nicht. Ich habe mich nicht mehr getraut, mich umzublicken.

Bartels gewann die 10 Kilometer nach 1 Stunde und 56 Minuten.

Bartels gewann die 10 Kilometer nach 1 Stunde und 56 Minuten.

Foto >Peter Jacob / spomedis

Was ging Ihnen auf den letzten 200 Metern durch den Kopf? Ich habe nur noch gedacht, die Zähne zusammenzubeißen, und habe mich selbst angefeuert und angeschrien. Zu gewinnen, war ein cooles Gefühl. Letztes Jahr war ich Vierter und habe die Juniorenwertung gewonnen. Dieser Sieg ist bisher mein größter Erfolg.

Sie treten in Mölln noch über 5 Kilometer an. Halten Sie die EM-Quali für möglich? Ich weiß gar nicht ganz genau, wie das läuft, denn ich studiere in den USA. Deshalb kann ich die Weltcups nicht schwimmen, die ja irgendwie Teil der Quali sind. Ich werde auf jeden Fall alles geben.