Neue Location für Ice Swimming German Open

Dreimal trafen sich Deutschlands beste Eisschwimmer für die German Open in Burghausen. Nun gibt es einen neuen Veranstaltungsort. Vom 5. bis 7. Januar 2018 finden die Wettkämpfe in der Nähe von Nürnberg statt.

| 15. September 2017 | AKTUELL

Eisschwimmen (wie hier in Schweden) ist nichts für Warmduscher.

Eisschwimmen (wie hier in Schweden) ist nichts für Warmduscher.

Foto >Olaf Schneider

Die Ice Swimming German Open werden im Januar 2018 in Veitsbronn ausgetragen. Nach drei Jahren im Burghauser Wöhrsee gibt es damit erstmals eine neue Location für das wichtigste deutsche Eisschwimm-Event. "Aufgrund vieler unvorhersehbarer Dinge und dem Wegfall des Ausrichters SerWus Burghausen, waren wir gezwungen, mit unserer coolen Veranstaltung umzuziehen", teilte Oliver Halder aus dem Organisationsteam mit.

Erst die umfangreiche und weltweite Berichterstattung aus Burghausen brachte das Eisschwimmen in den letzten Jahren ins Bewusstsein vieler Schwimmer. Jahr für Jahr verzeichnen die Ausrichter steigende Teilnehmerzahlen. Der besondere Nervenkitzel aus sportlichem Wettbewerb und extremer Herausforderung durch das maximal 5 Grad kalte Wasser, übt offenbar einen ganz besonderen Reiz aus. Während erfahrene Extremschwimmer wie Christof Wandratsch auf der 1.000-Meter-Strecke um Weltrekorde und Medaillen kämpfen, geht es anderen auf der Kurzstrecke um das einzigartige Erlebnis.

Strecken von 50 bis 1.000 Meter

Statt in einem See wird in Veitsbronn im Becken geschwommen. Am Wettkampfprogramm soll sich auf der 50-Meter-Bahn aber wenig ändern. Geplant sind Einzelrennen über 50, 100, 200, 500 und 1.000 Meter. Außerdem gibt es einen Staffelwettbewerb.

Nach den German Open im Januar 2017, die zugleich als Weltmeisterschaften ausgetragen wurden, war es zu Spannungen zwischen den beteiligten Organisatoren gekommen. Diese gipfelten in der Trennung von Freiwasser-Urgestein Christof Wandratsch und seinem langjährigen Trainer Stefan Hetzer, der dieses Jahr zum Vorsitzenden des Eisschwimmvereins SerWus Burghausen gewählt wurde. Hauptstreitpunkt war die Neuausrichtung des Vereins mit dem Verzicht auf die German Open und dem neuen Fokus auf kleinere Events.