Marius Kusch schmettert unter 50 Sekunden

Die 50-Sekunden-Grenze trennt über 100 Meter Schmetterling die schnellen Jungs von der absoluten Weltspitze. Bei der Kurzbahn-WM in China ist Marius Kusch als zweiter Deutscher in den elitären Kreis geschwommen.

| 12. Dezember 2018 | AKTUELL

Marius Kusch ist bei der WM in China in eine neue Dimension vorgestoßen.

Marius Kusch ist bei der WM in China in eine neue Dimension vorgestoßen.

Foto >Fabian Fiedler / spomedis

In 49,54 Sekunden sorgte Marius Kusch bei der Kurzbahn-WM in Hangzhou für das deutsche Highlight am Mittwochmorgen. Erstmals in seiner Karriere blieb der 25-Jährige über 100 Meter Schmetterling unter 50 Sekunden, seine persönliche Bestzeit steigerte er dabei um fast eine halbe Sekunde. In der ewigen Bestenliste der deutschen Schmetterlinge steht nur Steffen Deibler vor Kusch. Der ehemalige Weltrekordler über 50 Meter hält in 49,23 Sekunden seit neun Jahren den deutschen Rekord. Deibler und Kusch sind bisher die einzigen deutschen Schwimmer, die auf der Kurzbahn die 50-Sekunden-Marke knacken konnten. Auf Rang drei steht Thomas Rupprath mit 50,10 Sekunden.

Im WM-Vorlauf waren nur die beiden Topfavoriten, Caeleb Dressel (USA/49,23 s) und Chad le Clos (Südafrika/49,34 s) schneller als Kusch. Heute Nachmittag steht das Halbfinale an. Kusch wird dann im zweiten Rennen auf Bahn fünf neben Dressel ins Wasser springen.

Köhler weiter - Staffeln raus

Auch Sarah Köhler schwamm in ihrem Vorlauf auf Platz drei. Die Frankfurterin schlug über 800 Meter Freistil nach 8:15,15 Minuten und qualifizierte sich damit sicher für das Finale am Donnerstag. Schnellste war am Morgen Jianjiahe Wang aus China in 8:07,59 Minuten. Nach ihrem Weltrekord über 400 Meter Freistil vor wenigen Wochen ist der 16-Jährigen gleiches auch über die doppelte Distanz zuzutrauen. Ihre zwei Monate alte Bestzeit von 7:59,44 Minuten liegt nur 0,1 Sekunden über dem Weltrekord von Mireia Belmonte.

Einen Dämpfer mussten die Deutschen mit ihren Staffeln hinnehmen. Sowohl für die 4x50-Meter-Lagenstaffel der Frauen als auch für die gemischte 4x50-Meter-Freistilstaffel war nach den Vorläufen Schluss. Über 100 Meter Freistil steht Annika Bruhn im Halbfinale.