Marco Koch profitiert von neuen Normen und schwimmt zur WM

Ex-Weltmeister Marco Koch hat sich für die Teilnahme an den Schwimm-Weltmeisterschaften in Gwangju qualifiziert. Der vom ehemaligen Bundestrainer Henning Lambertz betreute Brustschwimmer unterbot die vom DSV geforderte Norm über 200 Meter.

| 28. Januar 2019 | AKTUELL

Marco Koch ist bei der WM in Südkorea dabei.

Marco Koch ist bei der WM in Südkorea dabei.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Marco Koch kann schon jetzt für die Schwimm-WM in Südkorea planen. Als erster deutscher Schwimmer unterbot der Athlet der SG Frankfurt am Wochenende die geforderte Normzeit über 200 Meter Brust. Einen Tag nach seinem 29. Geburtstag blieb Koch beim topbesetzten Euro Meet in Luxemburg in 2:09,69 Minuten als Einziger unter der Marke von 2:10 Minuten. Zweiter wurde der Niederländer Arno Kamminga in 2:11,46 Minuten. Platz drei sicherte sich Max Pilger aus Essen in 2:12,99 Minuten. "Was für ein Tag. Gold beim Euro Meet und WM-Norm. Das Jahr hätte schlimmer beginnen können", freute sich der Weltmeister von 2015 bei Facebook.

Koch profitierte von den neuen, weniger harten WM-Normen, die der DSV am Freitag veröffentlicht hatte, und die über 200 Meter Brust eine Zeit von 2:09,90 Minuten vorsehen. In den letzten beiden Jahren hatte der ehemalige Kurzbahn-Weltrekordler stets hart um die Teilnahme an den Jahreshöhepunkt kämpfen müssen. Für die WM 2017 und die EM 2018 scheiterte er jeweils an den verlangten 2:08,20 Minuten - eine auch im Vergleich zu den anderen Normen besonders hohe Hürde. Als Titelverteidiger und Medaillenhoffnung nahm ihn der damalige Bundestrainer Henning Lambertz dennoch mit zur WM nach Budapest, die für Koch schließlich enttäuschend verliefen. Für die EM in Glasgow wurde er nicht nominiert.

Wechsel nach Frankfurt

Koch war im vergangenen Jahr aus seiner Heimatstadt Darmstadt nach Frankfurt gewechselt. Dort trainiert der Brustspezialist seitdem nach Plänen von Lambertz. Der ehemalige Bundestrainer hat nach seinem vorzeitigen Ausstieg beim DSV zum Jahresende 2018 in Wuppertal eine Stelle an Lehrer angenommen. Seinen Schützling Koch will er aus der Ferne aber weiterhin betreuen. In Luxemburg war der Coach mit vor Ort.