London übernimmt Ausrichtung der Para-WM 2019

Nachdem Malaysia die Austragung der Para-WM 2019 entzogen wurde, gab das paralympische Komitee IPC nun London als neuen Austragungsort bekannt.

| 17. April 2019 | AKTUELL

London trägt in diesem Jahr die Para-WM aus.

London trägt in diesem Jahr die Para-WM aus.

Foto >Al Tielemans for OIS/IOC

Ursprünglich sollten die Weltmeisterschaften der Para-Schwimmer dieses Jahr in Malaysia stattfinden. Doch nach der Ankündigung führender Politiker des asiatischen Landes, keine Athleten aus Israel einreisen lassen zu wollen, entzog das paralympische Komitee im Januar Malaysia die Austragung. IPC-Präsident Andrew Parsons sah keine andere Möglichkeit, als einen anderen Gastgeber zu suchen. 

Nach einem flammendem Appell von DOSB-Präsident Alfons Hörmann keimte unter Deutschlands Para-Schwimmern kurzzeitig die Hoffnung auf, die WM könnte hierzulande stattfinden. Doch daraus wurde nichts. "Reizvoll, aber nicht umsetzbar", hieß es vom Deutschen Behindertensportverband. Dennoch wurde das IPC nun in Europa fündig. Der Verband gab bekannt, dass die Para-WM in diesem Jahr in London ausgetragen und als Qualifikation für die im nächsten Jahr stattfindenden Paralympischen Sommerspiele in Tokio dienen wird. "Ich kann dem Bürgermeister Londons sowie den britischen Sport- und Schwimmverbänden für ihre Bemühungen und das kurzfristige Einspringen nicht genug danken.", sagte der IPC-Präsident. 

Auch der Zeitpunkt steht bereits fest. Statt im Juni wird die WM vom 9. bis 15. September im London Aquatics Centre ausgetragen. Das Becken war schon 2012 bei den Olympischen und Paralympischen Spielen der Ort des Geschehens. Insgesamt werden rund 600 Athleten aus 60 Nationen erwartet.