Köhler, Henkte und Riedemann knacken WM-Normen

Gleich drei deutsche Top-Schwimmerinnen bewiesen am vergangenen Wochenende ihre WM-Tauglichkeit. Über ihre Paradestrecken holten sich Sarah Köhler, Franziska Hentke und Laura Riedemann das Ticket nach Gwangju. Wenn bis zum Ende des Qualifikationszeitraums am 30.04. keine zwei Schwimmerinnen schneller sind, ist ihnen die WM-Teilnahme sicher.

| 1. April 2019 | AKTUELL

Mit gut einer Minute Vorsprung auf die Zweitplatzierte bewies Sarah Köhler ihre Dominanz über 1.500 Meter Freistil.

Mit gut einer Minute Vorsprung auf die Zweitplatzierte bewies Sarah Köhler ihre Dominanz über 1.500 Meter Freistil.

Foto >Daniel Kopatsch / spomedis

Beim „Gothaer&Friends Pokal“ am vergangenen Wochenende in Magdeburg räumten die deutschen Schwimmerinnen ordentlich ab. Insgesamt wurden drei Normzeiten für die Weltmeisterschaften 2019 in Gwangju geknackt.

Bereits im Vorlauf der 200 Meter Schmetterling ließ Franziska Hentke das restliche Schwimmerfeld über zehn Sekunden hinter sich. Mit 2:09,06 Minuten konnte sie ihre Zeit vom Wochenende zuvor in Halle außerdem um knapp eineinhalb Sekunden verbessern. Im Finale gelang der Magdeburgerin dann auch noch die WM-Qualifikation vor heimischer Kulisse. Mit gut einer Sekunde auf die WM-Normzeit von 2:08,20 Minuten schmetterte sie in 2:07,16 Minuten durch das Becken – und baute erneut einen über zehn Sekunden langen Abstand zur Zweiten auf.

Laura Riedemann im zweiten Anlauf

Sarah Köhler stellte in ihrer Heimschwimmhalle ebenfalls Top-Zeiten auf. Über 1.500 Meter Freistil knackte sie zwar nicht die 16-Minuten-Marke, die WM-Normzeit von 16:23,00 allerdings schon. Nach 16:08,43 Minuten schlug sie gut eine Minute vor der Zweitplatzierten an.

Die dritte WM-Qualifikation des Wochenendes holte sich Laura Riedemann. Bereits in Halle am vorigen Wochenende hatte sie versucht, sich das WM-Ticket über 100 Meter Rücken zu holen – und war um lediglich sechzehn Hundertstel an der Normzeit vorbeigeschrammt. Nun startete die Hallenserin einen erneuten Angriff und wurde belohnt. Mit einer Zeit von 59,81 Sekunden blieb sie unter der Minuten-Marke und somit der WM-Norm. Sollten bis zum Ende des Qualifikationszeitraums am 30. April keine zwei Schwimmerinnen schneller sein als sie, ist ihr das Ticket nach Gwangju sicher.

Erstplatzierte ohne WM-Qualifikationen waren am Wochenende unter anderem Florian Wellbrock, der sich bereits über zehn Kilometer Freiwasser sowie 1.500 Meter Freistil für die Weltmeisterschaften qualifizieren konnte, Rücken-Spezialist Christian Diener und einige Schwimmer des Perspektiv- und Nachwuchskaders des DSV. Bereits heute startet mit der "Nordic Swim Tour" jedoch schon der nächste Wettkampf, bei dem die deutschen Athleten nach WM-Tickets greifen können. Bis Ende des Monats haben die Schwimmer noch Zeit und könnten sogar bereits qualifizierte noch aus den Startplätzen verdrängen.