53 % Tauchen, 47 % Schwimmen

Wenn Marco Koch bei Deutschen Meisterschaften zum Vorlauf über 200 Meter Brust antritt, gibt es immer was zu sehen. Diesmal beeindruckte der Darmstädter einmal mehr mit sehenswerten Tauchphasen.

| 20. November 2016 | AKTUELL

Marco Koch | Mehr als seinen Rücken bekommen Marco Kochs Gegner meist nicht zu sehen.

Mehr als seinen Rücken bekommen Marco Kochs Gegner meist nicht zu sehen.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Marco Koch ist auf seiner Paradestrecke so überlegen, dass er eigentlich machen kann wie er will, ins Finale schafft er es auf jeden Fall. Auch diesmal schwamm der 26-Jährige extrem locker und erzielte in 2:06,92 Minuten trotzdem die Bestzeit vor Philip Heintz (2:07,75 min) und Ruben Reck (2:11,21 min).

106 Meter unter Wasser

Beeindruckend sind vor allem die Gleit- und Tauchphasen des Langbahn-Weltmeisters von 2015 nach dem Start und nach jeder Wende. Fast immer bleibt er für mindestens eine halbe Bahn unter Wasser, ehe er in wenigen Zügen zur nächsten Wand schwimmt. Nach den Abstößen gleitet Koch zunächst und lässt dann einen kräftigen Delfinkick folgen. Erst dann beginnt er den eigentlichen Brust-Tauchzug.

Beim DM-Vorlauf in Berlin haben wir uns die Tauchphasen des besten deutschen Brustschwimmers genau angesehen. Addiert verbringt Koch 106 der 200 Meter tauchend, was 53 Prozent der Distanz entspricht. Bis zur Wand benötigt er dann nur noch vier bis fünf Züge.

Tauchphasen von Marco Koch

Tauchen

Schwimmen

Bahn 1

18 Meter

4 Züge

Bahn 2

14 Meter

5 Züge

Bahn 3

13 Meter

4 Züge

Bahn 4

13 Meter

5 Züge

Bahn 5

12,5 Meter

5 Züge

Bahn 6

12,5 Meter

5 Züge

Bahn 7

11 Meter

5 Züge

Bahn 8

12 Meter

5 Züge

Gesamt

106 Meter

38 Züge

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