Kanalschwimmerin scheitert 20 Meter vor dem Ziel

17 Stunden lang schwamm die Neuseeländerin Denise Clarke im Ärmelkanal, doch kurz vor Calais musste die 58-Jährige ihren Versuch wegen Atemproblemen abbrechen.

| 27. September 2018 | AKTUELL

Die englische Südküste mit ihren Kreidefelsen ist der Startpunkt für die Kanalschwimmer.

Die englische Südküste mit ihren Kreidefelsen ist der Startpunkt für die Kanalschwimmer.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Das ist bitter! 17 Stunden lang kämpfte sich Denise Clarke durch die Wellen des Ärmelkanals, rund 40 Kilometer hatte die Neuseeländerin schon zurückgelegt. Dennoch erreichte die 58-Jährige das Ziel nicht. Nur wenige Meter von der französischen Küste entfernt, musste Clarke ihr Schwimmen abbrechen. Die Gründe: Erschöpfung und ein akuter Asthmaanfall.

In einer Facebook-Notiz gratuliert die Channel Swimming Association der Athletin am Mittwoch trotz des Abbruchs: "Denise zeigte ein unglaubliches Schwimmen und verdient diese Gratulation. Gut gemacht, Denise!" In über 130 Kommentaren schlossen sich viele User an. Eine zum Facebook-Post gehörende Karte zeigt, wie knapp die Schwimmerin vor der Erfüllung ihres Traums stand.

Gehirntumor Anfang des Jahres

Wie die neuseeländische News-Website "stuff" meldet, hatte sich Denise Clarke erst dieses Jahr von einem Gehirntumor erholt. Nachdem sie 18 Monate lang in Behandlung gestanden hatte, und in dieser Zeit nicht arbeiten konnte, wollte sie sich selbst mit dem Ärmelkanal belohnen und ihre Genesung feiern. 2016 war sie schon einmal im Kanal unterwegs gewesen. Damals war sie mit einer Staffel bis nach Calais geschwommen.

Clarkes Bruder Evan Green sagte der Website, seine Schwester sei sehr enttäuscht, aber es gehe ihr gut. Laut Green waren es allerdings nicht 20 Meter bis zum Ziel, sondern 300. Der News-Seite sagte er: "Sie war 300 Meter vom Ufer entfernt, als die Kanalfähre einige Probleme verursachte. Nach 17 Stunden im Wasser konnte sie einfach nicht mehr." Um welche Probleme es sich genau gehandelt haben soll, wird in dem Artikel nicht erwähnt.