Jessica Felsner sprintet WM-Norm, ist aber noch nicht qualifiziert

Die Kölner Sprinterin Jessica Felsner steht kurz vor ihrer ersten WM-Teilnahme. Bei einem Pokalschwimmen in Bochum blieb die 23-Jährige unter der geforderten WM-Norm. Allerdings zählte das Meeting nicht zu den offiziellen Qualifikationswettkämpfen.

| 3. April 2019 | AKTUELL

Eine Sprinterin krault durchs Wasser.

Eine Sprinterin krault durchs Wasser.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Über 50 Meter Freistil schlug Jessica Felsner nach 24,72 Sekunden an und blieb damit 0,03 Sekunden unter der DSV-Norm für die Weltmeisterschaften in Gwangju. Einen Startplatz für Südkorea hat sie damit jedoch nicht, denn das relativ kleine Mehrkampf-Pokalschwimmen des SV Delphin Wattenscheid zählte nicht zu den acht deutschen "FINA Approved"-Veranstaltungen. Ihre Leistungen werden für die WM-Nominierung deshalb nicht anerkannt. Zudem fiel im Unibad Bochum Querenburg die elektronische Zeitnahme aus. Die Kampfrichter stoppten die Zeiten deshalb mit der Hand.

Bundestrainer traut WM-Quali zu

Schon am kommenden Wochenende hat die Kölnerin die Möglichkeit, ihre starke Zeit bei einem internationalen Wettkampf zu bestätigen und sich damit auch offiziell auf die Liste der WM-Kandidaten zu setzen. Beim Swim Cup in Den Haag tritt Felsner über 50 und 100 Meter Freistil sowie 50 und 100 Meter Schmetterling an. Dass sie beim kurzen Freistilsprint auf die Olympiasiegerinnen Ranomi Kromowidjojo und Feemke Heemskerk trifft, könnte neben der möglichen WM-Quali für einen weiteren Motivationsschub sorgen. Sollte es in Den Haag dennoch nicht klappen, hat Felsner eine Woche später beim Swim Cup in Eindhoven eine zweite Chance.

Einer, der Jessica Felsner die WM-Teilnahme nicht nur gönnt, sondern auch zutraut, ist Hannes Vitense. "Ich habe mit Jessica telefoniert und sie versicherte mir, dass sie die Norm in Den Haag oder Eindhoven schwimmen wird", sagte der Bundestrainer zu swim.de.