International Swimming League 2019 ohne deutsches Team

Die International Swimming League wird in diesem Jahr doch ohne deutsches Team stattfinden. „OneFlow Aquatics“ wird erst ab 2020 antreten. Trotzdem werden mindestens zwei deutsche Schwimmer bei der lukrativen Wettkampfserie starten.

| 9. April 2019 | AKTUELL

Christian Diener wird für das Londoner ISL-Team \"London Roar\" mit Adam Peaty starten.

Christian Diener wird für das Londoner ISL-Team "London Roar" mit Adam Peaty starten.

Foto >Daniel Kopatsch / spomedis

Anfang des Jahres war das deutsche Team „OneFlow Aquatics“ als Teil der International Swimming League (ISL) bekannt gegeben worden. Doch aufgrund fehlender Sponsoren reduzierte die ISL die Zahl der Teams von zwölf auf acht. Es wird in diesem Jahr nur jeweils vier Teams aus Europa und den USA geben. OneFlow Aquatics musste in diesem Zuge dem italienischen Team Aqua Centurions weichen. Offenbar vermuten die Verantwortlichen in Italien größere Sponsoring-Potentiale als in Deutschland. Auch einen Wettkampf wird es in Deutschland dieses Jahr damit nicht geben.

OneFlow Aquatics soll dann von 2020 an in der Liga an den Start gehen. In diesem Jahr werde man mit der italienischen Mannschaft kooperieren, heißt es von dem Team mit Stützpunkt in Neckarsulm. "Wir werden weiterhin mit der ISL zusammenarbeiten und sie auf dem Weg zu ihrem Ziel – einer Major League mit kommerziellem Wert – so gut es geht unterstützen."

Koch und Diener unter internationaler Schwimm-Elite

Trotzdem werden auch in diesem Jahr schon deutsche Schwimmer an der ISL teilnehmen, denn Marco Koch und Christian Diener haben bereits Verträge unterschrieben. Ex-Weltmeister Koch wird für ein bisher ungenanntes Team aus den USA starten. Das sagte der Brustspezialist der Frankfurter Rundschau. Rückenschwimmer Diener hat bei Adam Peatys Team "London Roar" angeheuert. Dort wird er zusammen mit Jeanette Ottesen, Cate und Bronte Campbell sowie Mireia Belmonte versuchen, das für Dezember geplante Finale in Las Vegas zu erreichen.

Die beiden weiteren europäischen Mannschaften sind "Energy Standard" mit Sarah Sjöström und Chad le Clos als Kapitäne sowie das "Iron Team" aus Budapest. Für die Ungarn um Katinka Hosszú sollen außerdem Rückkehrer Florent Manaudou und Alia Atkinson schwimmen.