Olympiapremiere: Check! WM-Finale: Check!

Mit etwas Glück ist die deutsche Lagen-Mixedstaffel ins Finale der WM in Gwangju eingezogen. Nach den Vorläufen steht außerdem fest: Die Staffel wird in Tokio bei der Olympia-Premiere dabei sein.

| 24. Juli 2019 | AKTUELL

Fabian Schwingenschlögl ballt die Faust. Auch Marius Kusch, Jessica Steiger und Laura Riedemann können sich freuen.

Fabian Schwingenschlögl ballt die Faust. Auch Marius Kusch, Jessica Steiger und Laura Riedemann können sich freuen.

Foto >Jo Kleindl

Die Olympia-Premiere der 4x100-Meter-Lagen-Mixedstaffel wird kommendes Jahr in Tokio mit deutscher Beteiligung über die Bühne gehen. Das DSV-Team sicherte sich den Platz durch eine starke Mannschaftsleistung im WM-Vorlauf von Gwangju. Laura Riedemann, Fabian Schwingenschlögl, Marius Kusch und Jessica Steiger schwammen in 3:45,20 Minuten auf Rang acht und qualifizierten sich damit auch für den WM-Endlauf heute Abend.

Im Finale wird das deutsche Quartett wahrscheinlich in derselben Aufstellung an den Start gehen. Dann könnte auch der deutsche Rekord von 3:44,13 Minuten wackeln. Mit dieser Zeit hatten Jan-Philip Glania, Hendrik Feldwehr, Alexandra Wenk und Annika Bruhn vor vier Jahren in Kasan überraschend WM-Bronze gewonnen.

Mehrere Minuten vergehen, bis das Ergebnis offiziell bestätigt wird. China wird disqualifiziert, Deutschland steht im Finale.

Mehrere Minuten vergehen, bis das Ergebnis offiziell bestätigt wird. China wird disqualifiziert, Deutschland steht im Finale.

Foto >Jo Kleindl

China und Japan disqualifiziert

Am Morgen überzeugte Startschwimmerin Riedemann, die in 59,95 Sekunden wie im 100-Meter-Halbfinale unter der Minutenmarke blieb. Anders als im Einzelrennen knackte diesmal auch Schwingenschlögl die Marke über die Brust-Teilstrecke dank fliegenden Starts (59,62 Sekunden). Delfinschwimmer Kusch (51,86 Sekunden) und vor allem Schlussschwimmerin Steiger (53,77 Sekunden) brachten das DSV-Team weiter nach vorn. In der Abrechnung aller Vorläufe profitierten die deutschen Schwimmer von der Qualifikation der zunächst schnelleren Staffel der Chinesen. Auch die in etwa gleich starken Japaner wurden nach einem Frühstart aus der Wertung genommen.

Vorlauf-Bestzeit schwammen die US-Amerikaner, die wie üblich nicht in Bestbesetzung antraten. Die Titelverteidiger schlugen nach 3:41,23 Minuten im Ziel an. Auch Australien und Großbritannien zählen zu den heißesten Anwärtern auf eine Medaille.