Frauenstaffel jubelt über Bronze

Mit dieser Medaille hatte vielleicht der eine oder andere spekuliert, dass es für die deutsche 4x200-Meter-Staffel der Frauen tastächlich reichen könnte, damit hatten aber wohl nur die wenigsten gerechnet.

| 7. August 2018 | AKTUELL

Reva Foos, Isabel Gose, Sarah Köhler und Annika Bruhn freuen sich über Bronze.

Reva Foos, Isabel Gose, Sarah Köhler und Annika Bruhn freuen sich über Bronze.

Foto >Peter Jacob / spomedis

Die deutschen Frauen haben in Glasgow EM-Bronze über 4 x 200 Meter Freistil gewonnen. Annika Bruhn schlug im Tollcross Swimming Centre nach der Vorarbeit durch Reva Foos, Isabel Gose und Sarah Köhler hinter Großbritannien und Russland als Dritte an. Die Schlussschwimmerin überholte auf der letzten Bahn noch die Französin Assia Touti und machte ihr zweites Staffel-Edelmetall in Schottland perfekt. Zuvor hatte die Neckarsulmerin mit der Mixedstaffel über diesselbe Distanz überraschend Goldmedaille gewonnen. Auch für Foos ist es nach der Mixedstaffel die zweite Medaille. Köhler, die nach den Vorläufen für Marie Pietruschka ins Quartett rückte, hatte erst eine Stunde zuvor Silber über 1.500 Meter Freistil gewonnen.

"Ich musste mit Rückstand auf die anderen Medaillenanwärter ins Wasser habe alles gegeben", sagte Bruhn. "Auf der letzten Bahn konnte ich die anderen nicht mehr sehen. Zum Glück hat mein Einsatz gereicht, um die Bronzemedaille zu gewinnen."

Die DSV-Schwimmerinnen zeigten im Wasser eine geschlossene Mannschaftsleistung. Die Darmstädterin Foos übergab nach 1:58,90 Minuten bereits als Dritte an Teamkollegin Gose. Die Junioren-Europameisterin, gestern im Einzelfinale starke Fünfte, schwamm 1:58,22 Minuten und behauptete den Platz auf dem Podium. Köhler fiel mit ihrer 1:58,99 Minuten zwar auf Rang vier zurück, hielt aber den Anschluss an die Führungsteams. Auf dem Schlusspart holte Bruhn durch ihre 1:57,65 Minuten die vergleichsweise schwache Französin Touti noch ein.

Wierling, Steiger und Heidtmann schwimmen Finals

Die anderen deutschen Finalisten zeigten solide Leistungen, hatten mit den Medaillenentscheidungen aber nichts zu tun. Jacob Heidtmann wurde beim überraschenden Sieg des auf Bahn acht schwimmenden Briten Duncan Scott (1:45,34 min) in 1:47,26 Minuten Achter. Jeweils als Siebte ins Ziel kamen Jessica Steiger und Damian Wierling. Steiger schwamm die 200 Meter Brust in 2:27,66 Minuten im Bereich ihrer Möglichkeiten, aber deutlich über Bestzeit. Es siegte wie über 100 Meter Julia Efimova aus Russland (2:21,31 min). Wierling kam über 50 Meter Schmetterling nach 23,46 Sekunden und damit 0,98 Sekunden nach dem Sieger Andriy Govorov aus der Ukraine ins Ziel. Christian Diener (200 Meter Rücken) und Fabian Schwingenschlögl (50 Meter Brust) qualifizierten sich für die Finals morgen.