Deutsche Schwimmer ziehen positives Fazit

Zum ersten Mal fanden die Europameisterschaften der Masters als gemeinsames Event aller Schwimmsport-Disziplinen statt. Dafür kehrte die EM nach elf Jahren nach Kranj zurück.

| 14. September 2018 | AKTUELL

In Kranj fanden die EM-Wettbewerbe unter freiem Himmel statt.

In Kranj fanden die EM-Wettbewerbe unter freiem Himmel statt.

Foto >LEN

Bei den Masters-Europameisterschaften in London vor zwei Jahren gab es von Seiten der Teilnehmer viel Kritik. Es war viel zu voll, der Einlass war nicht geregelt und die Wettkämpfe gingen abends viel zu lange. Nach dem Debakel entschuldigte sich der Veranstalter und auch die LEN gelobte Besserung für die nächsten Europameisterschaften.

Und diese Besserung kam. Zwar gab es erneut auch kritische Worte, zum Beispiel sei die EM inzwischen mehr auf wirtschaftlichen Profit ausgelegt statt auf die Sportler, aber alles in allem klappte die Organisation wohl deutlich besser als noch vor zwei Jahren. Das zeigen die Nachrichter einiger Sportler, die uns in den letzten Tagen erreichten.

Lange Strecken zu zweit auf der Bahn

Die Wettkämpfe der Beckenschwimmer fanden im Freibad statt, die angrenzende Schwimmhalle wurde zum Ein- und Ausschwimmen genutzt und war laut der Organisatoren das Backup-Becken gewesen, falls ein Gewitter aufgezogen wäre. Um Zeit zu sparen wurde entschieden, die Rennen über 400 und 800 Meter Freistil in Doppelbahnbelegung zu schwimmen, was nicht allen Sportlern gefiel. Bei 287 Meldungen über 800 Meter und 458 Teilnehmern über 400 Meter war diese Entscheidung aber nachvollziehbar.

Nachdem die LEN in London per Dringlichkeitsantrag die maximale Anzahl an Einzelstarts pro Sportler auf drei reduziert hatte, durften die Schwimmer in Kranj wieder bei fünf Einzelrennen an den Start gehen. Zu den Europameisterschaften gemeldet waren nach LEN-Angaben  3.700 Schwimmer, in London waren es noch dreimal so viele. Der europäische Schwimmverband bemängelte jedoch, dass sich das Event nicht allein durch die Meldegelder finanzieren ließe. Dafür seien die Meldezahlen zu gering.

Deutsche Sportler zufrieden

Einzig das Wetter spielte nicht so mit wie gewünscht. Teilweise war es regnerisch und kalt, zeitweise musste die Wettkämpfe sogar wegen Gewitter unterbrochen werden. Insgesamt zeichnen die Stimmen der deutschen EM-Teilnehmer jedoch ein positives Bild, das sich auch in den Leistungen der Schwimmer wiederspiegelt. 67 erste Plätze erschwammen die deutschen Beckenschwimmer in Slowenien, dazu kamen 63 Silber- und 72 Bronzemedaillen. Besonders erfolgreich waren Claudia Thielemann, Dieter Seifert und Jennifer Thater, die jeweils fünfmal auf dem Podest ganz oben standen. Eine Übersicht über alle deutschen Medaillengewinner finden Sie hier.