Köhler, Koch, Kusch und die Staffel mit Medaillenchancen

Gibt es am dritten Tag der Kurzbahn-WM in China die erste Medaille für die deutschen Schwimmer? Die Chancen für das Team von Henning Lambertz stehen gut.

| 13. Dezember 2018 | AKTUELL

Kann Marco Koch erneut Weltmeister auf der 200-Meter-Distanz werden?

Kann Marco Koch erneut Weltmeister auf der 200-Meter-Distanz werden?

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Einige starke Leistungen haben die deutschen Schwimmer bei der WM in Hangzhou schon gezeigt, doch eine Medaille ist bisher nicht dabei herausgesprungen. Dies könnte sich heute ändern. Denn mit Sarah Köhler, Marco Koch und Marius Kusch gehen gleich drei Athleten mit Medaillen-Ambitionen in den Finals am Start. Außerdem könnte die Lagen-Mixedstaffel für eine Überraschung sorgen.

Koch verteidigt WM-Titel

Den Auftakt macht Koch um 12 Uhr deutscher Zeit über seine Paradedisziplin 200 Meter Brust. Der Neu-Frankfurter war vor zwei Jahren in Windsor der einzige deutsche Schwimmer, der Gold gewinnen konnte. Als Titelverteidiger und Weltrekordler (2:00,44 min) kommt ihm trotz eines insgesamt schwachen Jahres eine Favoritenrolle zu.

Im Vorlauf schwamm der 28-Jährige in 2:02,82 Minuten die drittbeste Zeit hinter dem Chinesen Haiyang Qin (2:01,64 min) und Kirill Prigoda (2:01,82 min). "Das wichtigste war, weiterzukommen", sagte Koch. "Mein Lauf war relativ schnell, da war mir klar, dass es mit dem Finale gut aussieht. Ich denke, dass man im Finale 2:01 flach schwimmen muss, um vorn mit dabei zu sein."

Kusch und Köhler gut im Rennen

Als nächstes ist Marius Kusch an der Reihe. Der Schmetterlingssprinter verbesserte in Hangzhou schon zweimal seine Bestzeit über die 100-Meter-Distanz und steht jetzt bei 49,35 Sekunden. Es war die drittschnellste Zeit in den Halbfinals, nur Caeleb Dressel und Chad le Clos waren schneller. An den beiden Topstars wird wohl auch im Finale keiner vorbeikommen. Platz drei ist für Kusch, der um Punkt 13 Uhr neben Dressel ins Wasser springt, aber möglich. Vielleicht kann der 25-Jährige auch den deutschen Rekord von Steffen Deibler attackieren. Dieser liegt bei 49,23 Sekunden.

Sarah Köhler hat im Anschluss ihren Auftritt über 800 Meter. Auch die Frankfurter Freistilschwimmerin qualifizierte sich mit der drittbesten Zeit fürs Finale. Dort bekommt sie es unter anderem mit der 16-jährigen Chinesin Jianjiahe Wang zu tun, der durchaus der Weltrekord zuzutrauen ist. Dieser liegt bei 7:59,34 Minuten und wird gehalten von Mireia Belmonte. Wang schwamm dieses Jahr bereits unter acht Minuten. Weitere Medaillenanwärterinnen sind Leah Smith aus den USA und Köhler europäische Dauerrivalin Simona Quadarella aus Italien.

Was geht mit der Staffel?

Zum Abschluss der dritten Finalsession greift die deutsche 4x50-Meter-Lagen-Mixedstaffel nach Edelmetall. Am Morgen schwammen Christian Diener, Fabian Schwingenschlögl, Aliena Schmidtke und Jessica Steiger in 1:38,39 Minuten hinter den USA (1:37,33 min) auf Platz zwei. Wenn im Finale alle Teams ihre Topschwimmer einsetzen, werden die Karten allerdings neu gemischt. Vor allem die Russen und Niederländer dürften noch deutlich zulegen können.