DSV-Lagenstaffel sorgt für glänzenden Abschluss

Auch am Schlusstag konnten die deutschen Schwimmer bei der EM in Glasgow über eine Medaille jubeln. Ein bisschen Pech hatte das DSV-Team aber auch: Gleich drei Athleten schwammen auf Platz vier.

| 9. August 2018 | AKTUELL

Bronze zum Abschluss für Christian Diener, Fabian Schwingenschlögl, Marius Kusch und Damian Wierling.

Bronze zum Abschluss für Christian Diener, Fabian Schwingenschlögl, Marius Kusch und Damian Wierling.

Foto >Peter Jacob / spomedis

Über 4 x 100 Meter Lagen gewannen die deutschen Männer Bronze. Es war das achte Edelmetall für das DSV-Team in Glasgow, so viele Medaillen gab es zuletzt 2012. Christian Diener (54,19 s), Fabian Schwingenschlögl (1:00,00 min), Marius Kusch (51,58 s) und Damian Wierling (47,75 s) mussten sich nach vier starken Einzelleistungen nur Titelverteidiger Großbritannien sowie Russland geschlagen geben.

Auf dem Schlussabschnitt war es Wierling, der das DSV-Quartett noch um eine Position nach vorn brachte und danach den Podiumsplatz gegen die aufkommenden Schwimmer aus Ungarn und Litauen verteidigte. Gegen die Briten (mit Pyle, Peaty, Guy und Scott) waren aber alle Teams chancenlos. Die EM-Gastgeber gewannen in 3:30,44 Minuten, blieben aber fast zwei Sekunden über dem deutschen Europarekord von 2009. Die deutsche Lagenstaffel der Frauen schwamm im Anschluss beim Sieg der Russinnen auf Rang sieben.

Sarah Köhler über 400 Meter Fünfte

Eine andere Medaillenhoffnung erfüllte sich nicht: Sarah Köhler schwamm über 400 Meter Freistil auf den fünften Platz. Die Frankfurterin war nach den harten Rennen über 800 und 1.500 Meter Freistil sowie mit der 4x200-Meter-Staffel sichtlich am Ende ihrer Kräfte und blieb in 4:07,68 Minuten fast vier Sekunden über ihrer Bestzeit. Gold gewann wie über 800 und 1.500 Meter die Italienerin Simona Quadarella (4:03,35 min) vor Ajna Kesely. Die 16 Jahre alte Ungarin stellte in 4:03,57 Minuten einen Junioren-Europarekord auf.

3 x Platz vier

Über 400 Meter Lagen verpasste Johannes Hintze eine Medaille knapp. Der Neu-Heidelberger blieb in 4:14,73 Minuten 0,01 Sekunden über seiner Bestzeit und wurde Vierter. Mit der mit Abstand schnellsten Schlussbahn machte Hintze auf den letzten 50 Metern noch mächtig Boden gut. Den letztlich drittplatzierten Spanier Joan Lluis Pons Ramon holte er aber nicht mehr ein. Den Sieg sicherte sich im Finish David Verraszto aus Ungarn in 4:10,65 Minuten vor dem Briten Max Litchfield, der nach 4:11,00 Minuten anschlug. Jacob Heidtmann aus Elmshorn wurde in 4:16,29 Minuten EM-Sechster.

Ebenfalls auf Platz vier landeten Aliena Schmidtke über 50 Meter Schmetterling und Lisa Graf über 200 Meter Rücken. Besonders knapp war es für die Magdeburgerin Schmidtke, der nach 25,77 Sekunden nur 0,03 Sekunden zur Medaille fehlten. Sarah Sjöström sicherte sich in diesem Rennen in 25,16 Sekunden ihre vierte Goldmedaille. Lisa Graf schwamm beim Sieg der Italienerin Margherita Panziera (2:06,18 min) 2:08,58 Minuten und war damit etwa eine Sekunde langsamer als die drittplatzierte Ungarin Katalin Burian. Jenny Mensing wurde in 2:10,77 Minuten Sechste.