Dramatische Staffel: Deutsches Quartett im Pech

Es hätte der goldene Abschluss eines medaillenträchtigen Donnerstag werden können. Nur hauchdünn hat die deutsche Mixed-Lagenstaffel den EM-Titel verpasst.

| 15. Dezember 2017 | AKTUELL

Die Niederländer jubeln nach dem Rennen über Gold.

Die Niederländer jubeln nach dem Rennen über Gold.

Foto >Giorgio Scala / Deepbluemedia

Auf zwei Positionen stellte Chef-Bundestrainer Henning Lambertz die Staffel für das Finale um und verzichtete auf Nadine Lämmler (Rücken) und Damian Wierling (Freistil). Mit Christian Diener, Fabian Schwingenschlögl, Aliena Schmidtke und Jessica Steiger schickte Lambertz die wohl stärkste Kombination ins Rennen. Die ersten drei gehören auf ihren Strecken zu den Schnellsten in Europa. Nur für Brustspezialistin Steiger kam der Einsatz auf der Kraulstrecke etwas überraschend. "Oh mein Gott", schrieb die Gladbeckerin bei Facebook. "Da dachte ich, ich hätte heute frei und plötzlich werde ich für die 4x50 Lagen Mixed Staffel im Finale eingesetzt!"

Lambertz' Taktik ging zunächst voll auf. Rückenschwimmer Diener schwamm das Quartett in schnellen 22,94 Sekunden direkt in die Spitzengruppe. Als Zweiter wechselte der Potsdamer auf Fabian Schwingenschlögl. Der Brustsprinter zeigte nach seinen starken Auftritten im Einzel die nächste Glanzleistung. Unterstützt durch den fliegenden Start schwamm er in 25,31 Sekunden noch einmal 0,68 Sekunden schneller als bei seinem deutschen Rekord. Mit minimalem Rückstand auf Weißrussland übergab Schwingenschlögl als Zweiter an Aliena Schmidtke. Die Magdeburgerin brachte die Deutschen dann ebenfalls mit einer Zeit unterhalb des deutschen Rekords erstmals in Front.

Nun war es an Jessica Steiger, den knappen Vorsprung zu verteidigen und das Maximale herauszuholen. Gegen Ranomi Kromowidjojo, Charlotte Bonnet, Pernile Blume und den heranrasenden Konrad Czerniak versuchte die 24-Jährige ihr Möglichstes. Im Anschlagfinale wurde es dann Platz vier, nur 0,12 Sekunden hinten den siegreichen Niederländern.

Platz

Land

Zeit

1

Niederlande

1:37,71

2

Weißrussland

1:37,74

3

Frankreich

1:37,75

4

Deutschland

1:37,83

5

Dänemark

1:38,03

6

Polen

1:38,22

7

Finnland

1:38,80

8

Italien

1:39,43

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