EM-Doppelgold durch Heintz und Hentke

Philip Heintz und Franziska Hentke sind bei der EM in Kopenhagen ihren Favoritenrollen gerecht geworden. Für beide gab es zum zweiten Mal Gold bei einer EM Kurzbahn.

| 15. Dezember 2017 | AKTUELL

Franziska Hentke ist zum zweiten Europameisterin.

Franziska Hentke ist zum zweiten Europameisterin.

Foto >Fabian Fiedler / spomedis

Heintz machte seinen Triumph über 200 Meter Lagen mit einer starken zweiten Rennhälfte perfekt. Nachdem er zur Halbzeit noch über eineinhalb Sekunden zurückgelegen hatte und nur als Siebter wendete, drehte der Heidelberger auf der Brustdistanz auf. Mit dem schnellsten Split aller Finalisten schob sich Heintz zunächst ganz dich an die Spitze heran. Den Sieg sicherte er sich mit dem ebenfalls schnellsten Kraulabschnitt. In 1:52,41 Minuten verwies der 26-Jährige Andreas Grevazaios aus Griechenland (1:53,27 min) und den erst 17 Jahre alten Norweger Tomoe Zenimoto Hvas (1:54,16 min) letztlich klar auf die Plätze.

"Ich bin hergekommen, um die 200 Meter Lagen zu gewinnen. Das habe ich geschafft. Ich bin happy", sagte Heintz nach seinem zweien EM-Gold über seine Lieblingsstrecke nach 2013. "Ich wollte die ersten 100 Meter ruhig machen, denn ich wusste, dass ich bei Brust rankomme ohne max zu schwimmen. Danach war klar, dass ich das Rennen gewinne."

"Der Titel ist verteidigt"

Franziska Hentke hatte über 200 Meter Schmetterling mehr zu tun, als viele nach dem Vorlauf erwartet hatten. Bis zur letzten Bahn schwamm die Magdeburgerin Kopf an Kopf mit Ilaria Bianchi aus Italien, die nur als Siebte in den Endlauf gekommen war. Erst mit einer starken Tauchphase nach der letzten Wende sorgte Hentke für klare Verhältnisse. Anschließend brachte die WM-Zweite von Budapest das Rennen in 2:03,92 Minuten sicher nach Hause. Bianchi gewann Silber in 2:04,22 Minuten vor Lara Grangeon aus Frankreich (2:04,31 min).

"Der Titel ist verteidigt. Damit bin ich zufrieden", sagte Hentke, die noch vor einer Woche im Höhentrainingslager war. "Nach dem Vorlauf dachten ich, es würde sogar noch etwas schneller gehen. Aber nach der Höhe fühle ich mich noch ein wenig unsicher, jeder Tag ist anders."

17-Jähriger verpasst Weltrekord knapp

Über 100 Meter Rücken musste sich Christian Diener mit Platz vier zufrieden geben. Beim phänomenalen Sieg des Russen Kliment Kolesnikov, der in 48,99 Sekunden den Weltrekord von Matt Grevers (48,92 s) nur knapp verpasste, kam der Potsdamer nach 50,13 Sekunden ins Ziel. "Über Platz vier kann ich mich nicht freuen. Ich hätte gern die 49 gesehen", sagte Diener.