Deutschlands Rettungsschwimmer sind Weltspitze

Die Rettungsschwimmer der DLRG sind absolute Weltspitze. Bei der gestern in Australien zu Ende gegangenen WM belegte das zwölfköpfige Team aus Deutschland Platz vier in der Nationenwertung.

| 26. November 2018 | AKTUELL

Danny Wieck (links) und Christian Ertel bei der Gurtretter-Staffel.

Danny Wieck (links) und Christian Ertel bei der Gurtretter-Staffel.

Foto >Steph Dittschar / DLRG

Zum WM-Abschluss standen am Wochenende in Adelaide die sogenannten Ocean-Disziplinen auf dem Programm. Mit einer ähnlichen Erfolgsbilanz wie in den Pool-Disziplinen, bei denen die deutschen Rettungsschwimmer sechsmal Gold und insgesamt neun Medaillen holten, war dabei nicht zu rechnen. Zu überlegen sind bei diesen Rennen die Profis aus Australien und Neuseeland.

Am Strand von Glenelg ging es für die DLRG-Athleten vor allem darum, mit guten Platzierungen für die Nationenwertung zu punkten. Dies gelang unter anderem Christian Ertel aus Oestrich-Winkel mit Platz fünf und Jasmin Dziuron aus Kamen als Achte im Strandkurzsprint Beach Flags. Für gleich drei Einzelfinals konnte sich die Hamburgerin Carla Strübing qualifizieren. Die 20-Jährige erzielte bei ihrer ersten WM auf dem Rettungsski als Zehnte ihr bestes Ergebnis. "Ich kann mit meinen Leistungen absolut zufrieden sein und mit den Stars aus Australien und Neuseeland an den Start zu gehen, war schon ein besonderes Erlebnis für mich", sagte Strübing.

Jasmin Dziuron lief in der Disziplin Beach Flags in die Top Ten.

Jasmin Dziuron lief in der Disziplin Beach Flags in die Top Ten.

Foto >Steph Dittschar / DLRG

Daniel Roggenland im Pech

Nach fünf Wettkampftagen und Entscheidungen in 23 Disziplinen beendete die deutsche Nationalmannschaft die WM auf dem vierten Platz. Nur Australien, Neuseeland und Frankreich sammelten mehr Punkte. "Unsere Sportler haben sich wirklich sehr gut geschlagen, mit etwas mehr Glück wäre sogar ein Platz auf dem Podium drin gewesen", sagte Holger Friedrich. Der Teammanager spielte dabei auf die Verletzung von Daniel Roggenland an.

Deutschlands bester Rettungssportler im Freigewässer verletzte sich am Sonntag in der sogenannten Oceanman-Staffel, die das Rennen nicht beenden konnte, an der Schulter. Für das danach anstehende Einzelfinale und auch die abschließende Staffel fiel der Rettungsschwimmer aus Harsewinkel an seinem 25. Geburtstag aus. "Das ist besonders für Daniel bitter, denn er hat sich lange auf diesen Moment vorbereitet und hart trainiert, um sich hier mit den Besten der Besten messen zu könne", sagte Friedrich.

So blieb es in Sachen Edelmetall bei den neun Medaillen aus den Pool-Wettbewerben. Dabei hatten vor allem Danny Wieck und Jan Malkowski mit dreimal Gold und einmal Silber aufgetrumpft.

Die von der International Lifesaving Federation (ILS) ausgetragenen Weltmeisterschaften im Rettungsschwimmen finden alle zwei Jahre statt. Neben dem Wettstreit der Nationen werden weitere Wettbewerbe mit Athleten aus der ganzen Welt ausgetragen, etwa die der Vereine, der Altersklasse-Athleten ab 30 Jahren (Masters) oder auch von Teams mit Rettungsbooten. Die Veranstaltung mit insgesamt rund 7.000 Teilnehmern endet am 2. Dezember.