Deutsche Rettungsschwimmer räumen ab

Bei den Weltmeisterschaften der Rettungsschwimmer trumpft die DLRG groß auf. Sechs Goldmedaillen gewannen die deutschen Athleten an den ersten drei Wettkampftagen in Adelaide.

| 23. November 2018 | AKTUELL

Jan Malkowsi glänzt bei der WM in Australien.

Jan Malkowsi glänzt bei der WM in Australien.

Foto >Steph Dittschar / DLRG

Es läuft für die deutschen Rettungsschwimmer bei der Rescue 2018 in Australien. In den Poolwettbewerben holten die DLRG-Athleten sechsmal WM-Gold und insgesamt neun Medaillen. Dazu kommen zwei deutsche Rekorde und ein Weltrekord. Wie erwartet sind es vor allem die Männer um Danny Wieck und Jan Malkowski, die für die ganz großen Momente sorgen. Doch auch die Frauen jubelten bereits über eine Goldmedaille.

Joshua Perling, Kerstin Lange, Vivian Zander und Jan Malkowski (v.l.) gewannen Gold mit Weltrekord.

Joshua Perling, Kerstin Lange, Vivian Zander und Jan Malkowski (v.l.) gewannen Gold mit Weltrekord.

Foto >Steph Dittschar / DLRG

Dreimal Gold für Wieck und Malkowski

Im Rennen um den Titel "Erfolgreichster deutscher WM-Athlet" lieferten sich Wieck und Malkowski ein ausgeglichenes Kopf-an-Kopf-Duell. Beide gewannen in Adelaide dreimal Gold und einmal Silber im Pool. Der Stralsunder Wieck verteidigte über 50 Meter Retten einer Puppe in 28,85 Sekunden seinen Titel von 2016, während der Warendorfer Malkowski über 100 Meter Retten mit Flossen (44,72 s) zum ersten Mal in seiner Karriere Einzelweltmeister wurde. Über 100 Meter kombinierte Rettungsübung schlug Wieck ebenso als Zweiter an wie Malkowski über 100 Meter Retten mit Flossen und Gurt.

Gold gab es zudem für die deutschen Staffeln, wobei die gemischte 4x50-Meter-Lifesaver-Staffel für ein herausragendes Ergebnis sorgte. In der Besetzung Kerstin Lange, Malkowski, Joshua Perling und Vivian Zander schwamm das Quartett im Finale in 1:47,70 Minuten Weltrekord. Den WM-Sieg bejubelte außerdem die deutsche Puppenstaffel über 4 x 25 Meter mit Christian Ertel, Joshua Perling, David Laufkötter und Danny Wieck sowie die 4x50-Meter-Gurtretter-Staffel mit Ertel, Malkowski, Wieck und Laufkötter. Für den Paderborner Laufkötter gab es zudem Bronze über 200 Meter Super-Lifesafer.

Holten Gold mit der Puppenstaffel: Jessica Grote, Kerstin Lange, Vivian Zander und Kirsten Lühr (v.l.).

Holten Gold mit der Puppenstaffel: Jessica Grote, Kerstin Lange, Vivian Zander und Kirsten Lühr (v.l.).

Foto >Steph Dittschar / DLRG

DLRG-Frauen werden Weltmeister

Einen Überraschungserfolg erzielten die deutschen Rettungsschwimmerinnen Kirsten Lühr, Jessica Grote, Vivian Zander und Kerstin Lange. In 1:20,35 Minuten wurden sie Weltmeister mit der 4x25-Meter-Puppenstaffel. Für das stärkste Einzelresultat bislang Vivian Zander. Die 20-Jährige aus Magdeburg schwamm über 100 Meter Retten mit Flossen und Gurt in 59,2 Sekunden deutschen Rekord. Im Finale reichte das für den vierten Platz.

Die noch bis Sonntag andauernden WM-Wettkämpfe in Adelaide werden nun am Strand und im Meer fortgesetzt. Dort sind die Medaillenchancen der DLRG-Sportler eher gering. In den Ocean-Disziplinen sind vor allem Neuseeland und Australien stark.

Danny Wieck zählt zu den besten Rettungsschwimmern der Welt.

Danny Wieck zählt zu den besten Rettungsschwimmern der Welt.

Foto >Steph Dittschar / DLRG