Deutsche Rettungsschwimmer glänzen mit Welt- und Europarekorden

Zwei Monate vor Beginn der Rescue 2018 in Australien sind die deutschen Rettungsschwimmer schon in WM-Form. Bei den deutschen WM-Ausscheidungen in Warendorf fielen mehrere Rekorde.

| 24. September 2018 | AKTUELL

Jan Malkowski jubelt nach einem Rennen in Warendorf.

Jan Malkowski jubelt nach einem Rennen in Warendorf.

Foto >DLRG / D. Reinelt

Für das sportliche Highlight des 4. DLRG Cup Pool sorgte Jan Malkowski. Der Sportsoldat absolvierte in seinem Warendorfer Trainingsbecken 100 Meter Retten mit Flossen im Vorlauf in 44,21 Sekunden und verbesserte damit den erst vier Monate alten Weltrekord des Italieners Andrea Piroddi (44,94 s). Bereits am Vortag hatte Malkowski das Retten mit Flossen und Gurtretter in deutscher Rekordzeit gewonnen. "Ich bin super zufrieden, gerade weil die Vorbereitung nicht ganz optimal gelaufen ist", sagte der Flossenspezialist, der nach diesen Leistungen fest von einer WM-Nominierung durch Bundestrainerin Elena Prelle rechnen kann.

Ebenfalls im November in Adelaide dabei sein wird wahrscheinlich Danny Wieck. Der Stralsunder stellte in der kombinierten Rettungsübung eine europäische Bestmarke auf gewann noch weitere Disziplinen gegen starke internationale Konkurrenz unter anderem aus Australien, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden. Der Welt- und Europameister will in Australien erneut um Medaillen schwimmen. Wer außerdem zum deutschen Team gehören wird, ist noch unklar. Unter anderem empfohlen sich Tim Brang, Joshua Perling, David Laufkötter und Christian Ertel mit starken Zeiten. "Es wird eng", sagte der Teammanager der DLRG-Nationalmannschaft, Holger Friedrich. "Wir haben ungefähr zehn Kandidaten, von denen am Ende nur sechs mitfliegen werden.“

WM-Nominierung am Dienstag

Unter den deutschen Frauen zeigten vor allem die Erfahrenen, dass an ihnen noch kein Weg vorbeiführt. Kerstin Lange aus Harsewinkel, Kirsten Lühr und Sophia Bauer aus Schwerte sowie Jessica Grote und Jessica Luster aus Halle an der Saale konnten sich in den Finalläufen zeigen. Zudem überzeugte Julia Hennig aus Dietenhofen mit Finalteilnahmen im Hindernisschwimmen und im Super Lifesaver. "Wir hätten uns zwar ein wenig mehr Druck auf die Arrivierten durch junge Athletinnen gewünscht, aber das ist nur eine Woche nach der Junioren-Europameisterschaft in Irland auch eine schwierige Situation für sie gewesen", erklärt Friedrich.

Am Dienstag will Bundestrainerin Prelle ihr WM-Team für Australien nominieren. Die "Rescue" findet alle zwei Jahre an unterschiedlichen Orten statt. In diesem Jahr lockt das Großevent vom 11. November bis 2. Dezember hunderte Sportler nach Adelaide. Bei den Wettbewerben der Nationalmannschaften stehen an fünf Wettkampftagen verschiedene Einzel- und Staffeldisziplinen in der Schwimmhalle (Pool) und im Freigewässer (Ocean) auf dem Programm.