Christian Diener schwimmt offensiv und hat wieder Pech

Wieder hat nicht viel gefehlt zur Medaille: Der Potsdamer Christian Diener ist über 200 Meter Rücken mit einer offensiven Taktik auf EM-Platz vier geschwommen.

| 8. August 2018 | AKTUELL

Christian Diener hat eine Medaille über 200 Meter Rücken verpasst.

Christian Diener hat eine Medaille über 200 Meter Rücken verpasst.

Foto >Peter Jacob / spomedis

Erneut hat es für Christian Diener in Glasgow nicht für einen Platz auf dem EM-Podium gereicht. Der Rückenschwimmer, der über 100 Meter trotz Bestzeit mit senem Schicksal haderte, weil ihm 0,2 Sekunden zum Bronzeplatz fehlten, ist auch über die doppelte Distanz leer ausgegangen. Für den EM-Vierten war Platz drei diesmal zwar noch etwas weiter entfernt, der Rennverlauf hätte für den Vize-Europameister von 2014 aber durchaus mehr erhoffen lassen.

Denn Diener versuchte alles, um die ersehnte Medaille zu gewinnen. Der 25-Jährige schwamm äußerst offensiv und wendete nach 50, 100 und 150 Metern jeweils als Zweiter hinter dem früh enteilten Russen Evgeny Rylov. Die Quittung dafüer erhielt er auf der Schlussbahn: der sichtlich kämpfende Diener benötigte für die letzten 50 Meter über 30 Sekunden, während die anderen Medaillenanwärter deutlich unter dieser Marke blieben. In 1:57,05 Minuten schlug er schließlich 0,76 Sekunden hinter dem drittplatzierten Italiener Matteo Restivo (1:56,29 min) an, Silber gewann Radoslaw Kawecki in 1:56,07 Minuten. Europameister Rylov siegte in 1:53,36 Minuten und verbesserte seinen ein Jahr alten Europarekord um 25 Hundertstel.

Drei Deutsche weiter - zwei raus

Eine letzte Chance auf Edelmetall hat Diener am EM-Schlusstag, wenn er die deutsche 4x100-Meter-Lagenstaffel anschwimmt. Für die letzten Finals qualifizierten sich am Mittwochabend bereits Jenny Mensing, Lisa Graf und Aliena Schmidtke. Während Mensing und Graf über 200 Meter Rücken nach einer Medaille greifen, wird die Magdeburger Sprinterin Schmidtke über 50 Meter Schmetterling versuchen, eine Topplatzierung zu erzielen. Philip Heintz und Marius Kusch schieden im Halbfinale über 100 Meter Schmetterling aus.