Chad le Clos verliert Titel und Weltrekord an Daiya Seto

Daiya Seto ist neuer Weltmeister über 200 Meter Schmetterling. Der Japaner bezwang auf der Kurzbahn von Hangzhou Titelverteidiger Chad le Clos und schwamm Weltrekord. Auch eine US-Staffel schwamm Weltrekord.

| 11. Dezember 2018 | AKTUELL

Daiya Seto ist Weltmeister über 200 Meter Schmetterling.

Daiya Seto ist Weltmeister über 200 Meter Schmetterling.

Foto >Daniel Kopatsch

Doppelte Pleite für Schwimm-Star Chad le Clos: Der Titelverteidiger aus Südafrikaner hat das Finale über 200 Meter Schmetterling bei der WM Kurzbahn in China hauchdünn gegen Daiya Seto verloren. Der Japaner siegte in 1:48,24 Minuten, le Clos schlug 0,08 Sekunden später als Zweiter an. Bronze sicherte sich der Chinese Zhuhao Li, der dem Tempo der beiden Favoriten nur bis zur 100-Meter-Marke folgen konnte. Neben seinem Titel ist le Clos auch seinen Weltrekord los. Vor fünf Jahren war er beim Weltcup in Singapur 1:48,56 Minuten geschwommen, nun war Seto 32 Hundertstel schneller. 

Im Duell um Gold lieferten sich Seto und le Clos einen harten Fight. Seto begann etwas langsamer als sein zwei Jahre älterer Konkurrent und übernahm erst auf dem zweiten 50-Meter-Abschnitt die Führung. Bei der 150-Meter-Wende lag er klar in Front, doch le Clos holte auf der Außenbahn schwimmend noch einmal auf. Die letzten 50 Meter schwamm der Olympiasieger von 2012 fast eine halbe Sekunde schneller. Dennoch reichte es nicht mehr ganz, um Seto einzuholen.

Hosszu holt Gold - Pellegrini Vierte

Während Katinka Hosszu über 400 Meter Lagen fast ungefährdet zum Sieg schwamm, verpasste Federica Pellegrini über 200 Meter Freistil eine Medaille knapp. Die Italienische Olympiasiegerin schlug beim Sieg des australischen Supertalents Ariarne Titmus in 1:53,18 Minuten als Vierte an. Titmus gewann in 1:51,38 Minuten vor Mallory Comerford (USA), die nach 1:51,81 Minuten anschlug. Dritte wurde Femke Heemskerk aus den Niederlanden in 1:52,36 Minuten.

Über 400 Meter Freistil wurde der Litauer Danas Rapsys seiner Favoritenrolle gerecht. Der Vorlaufschnellste war auch im Finale nicht zu schlagen und gewann in starken 3:34,01 Minuten vor Henrik Christiansen (3:36,64 min) und Gabriele Detti (3:37,54 min).

US-Staffel schwimmt Weltrekord

Die ersten Staffeltitel der WM sicherten sich die USA. Zunächst waren die US-Frauen über 4 x 100 Meter Freistil in 3:27,78 Minuten nicht zu schlagen. In der Summe waren sie etwas schneller als die zweitplatzierten Niederländerinnen (3:28,02 min), bei denen Feemke Hemskerk und Ranomi Kromowidjojo mit Topzeiten von 50,93 und 50.77 Sekunden glänzten. Platz drei belegte China. Das deutsche Quartett wurde Sechster.

Anschließend sorgten die Männer für Spektakel in der 8.000-Zuschauer-Arena. Angeführt vom siebenfachen Langbahnweltmeister von Budapest, Caeleb Dressel, schwamm das US-Quartett mit vier 45er-Zeiten zu Gold und Weltrekord. In 3:03,03 Minuten waren Dressel, Blake Pieroni, Michael Chadwick und Ryan Held 27 Hundertstel schneller als ihre Landsmänner beim bisherigen Rekord im Jahr 2009. Silber sicherte sich Russland (3:03,11 min), das mit Vladimir Morozow (45,06 s) und Kliment Kolesnikov (45,46 s) die beiden schnellsten Sprinter im Feld hatte. Die Bronzemedaille gewann Brasilien.