Celine Rieder überzeugt bei WM - Lambertz: "Das war toll"

Sie ist das Küken im deutschen WM-Team, über 1.500 Meter Freistil schwamm Celine Rieder aber schon fast wie eine Große. Bundestrainer Henning Lambertz fand lobende Worte.

| 24. Juli 2017 | AKTUELL

Celine Rieder schlug sich über 1.500 Meter Freistil achtbar.

Celine Rieder schlug sich über 1.500 Meter Freistil achtbar.

Foto >Fabian Fiedler / spomedis

In 16:25,99 blieb Rieder bei ihrem WM-Debüt auf der langen 50-Meter-Bahn nur 1,71 Sekunden über ihrer Bestzeit von den Deutschen Meisterschaften im Juni. Gegen die besten Langstreckenschwimmerinnen der Welt reichte das zu einem beachtlichen zwölften Platz.

Die Langstreckenschwimmerin nach dem Rennen.

Die Langstreckenschwimmerin nach dem Rennen.

Foto >Fabian Fiedler / spomedis

"Ich war schon sehr aufgeregt, weil es meine erste WM ist. Ich bin aber auch mit Vorfreude ins Rennen gegangen", sagte Rieder. "Natürlich hätte ich mir eine Bestzeit erhofft. Am Anfang habe ich mich sehr schnell gefühlt, doch weil die anderen relativ schnell weggegangen sind, habe ich versucht, mich auf mich selbst zu konzentrieren, und bin nicht mitgegangen. Vielleicht hätte ich das machen soll."

"Sie musste früh allein schwimmen"

Bundestrainer Henning Lambertz war mit dem Auftritt der Saarländerin mehr als zufrieden. "Das hat sie sehr gut gemacht. Leider hatte sie ein bisschen Pech, dass keine Gegnerin bei ihr war. So musste sie relativ früh allein für sich schwimmen", analysierte der deutsche Teamchef. "Celine hat ein achtbares Ergebnis erzielt. Das finde ich ganz toll."

Rund fünf Sekunden fehlten Rieder, die in Budapest noch über 800 Meter schwimmen wird, zum Erreichen des Endlaufs der besten acht am Dienstagabend. Dort wird Katie Ledecky wohl ohne große Gegenwehr zur nächsten Goldmedaille schwimmen. Im Vorlauf war die US-Amerikanerin in 15:47,54 Minuten bereits fast 20 Sekunden schneller als die zweitplatzierte Spanierin Mireia Belmonte.