Bromeis‘ neues Projekt: 800 Kilometer durch den Baikalsee

Mit seiner „Expedition Baikal“ will sich Ernst Bromeis erneut für das „kostbarste Gut des Planeten Erde“ einsetzen und neue Wasserbotschafter werben. Die Expedition durch das Binnenmeer wird sein bisher größtes Abenteuer.

| 24. Januar 2019 | AKTUELL

Ernst Bromeis verbindet seine Abenteuer mit einer Botschaft.

Ernst Bromeis verbindet seine Abenteuer mit einer Botschaft.

Foto >BWT

Im Oktober war der Expeditionsschwimmer auf einer Erkundungsreise am Baikalsee. Zwar riet ihm dort laut dem Schweizer Sender SRF ein einheimischer Fischer mit den Worten "Ernst, das ist nicht möglich!" von dem Projekt ab. Doch Bromeis ist überzeugt, dass er die gewaltige Herausforderung mit genügend Respekt vor dem See und ausreichend Zeit meistern kann.

Bei seinem neuen Abenteuer will Bromeis als erster Mensch den lang gezogenen See allein und ohne Begleitboot entlang der Ostküste durchschwimmen. Der Schweizer rechnet, dass er für die 800 Kilometer lange Strecke etwa zwei Monate brauchen wird. Unterstützt wird er von einem drei- bis vierköpfigen Team, das sich unter anderem um die Nachtlager entlang der Küste kümmert. Doch das wird nicht immer gehen. "Der See ist stellenweise nicht erschlossen. Und so werde ich auch teilweise einige Tage alleine sein", sagte Bromeis bei einer Präsentation in seiner Heimat Davos.

Ernst Bromeis bei der Präsentation in Davos.

Ernst Bromeis bei der Präsentation in Davos.

Foto >BWT

"Jeder kann Wasserbotschafter werden"

Starten will der 50-Jährige Anfang Juli, wenn die Wassertemperatur etwa zehn bis zwölf Grad beträgt. Derzeit ist der Baikalsee noch zugefroren. Wie bei all seinen Schwimm-Projekten wird Bromeis auch diesmal für sauberes Wasser werben. "Wasser berührt uns alle und es geht uns alle an", sagte er. "Wasserbotschafter kann jeder Mensch werden, unabhängig von Herkunft, Bildung oder Reichtum."

Vor fünf Jahren schwamm Bromeis den Rhein von der Quelle im Kanton Graubünden bis zur Mündung in die Nordsee. Damals legte er in mehreren Wochen über 1.200 Kilometer zurück. Ganz so lang ist die Strecke diesmal nicht, dennoch dürfte das Abenteuer eine Nummer größer werden. Allein die Vorbereitung dauert Monate. Hinzu komm die schwierige Logistik in Sibirien und die unvorhersehbare Witterung. Derzeit ist der Baikalsee noch zugefroren. Starten will der 50-Jährige Anfang Juli, wenn die Wassertemperatur etwa zehn bis zwölf Grad beträgt. Anders als im Rhein rechnet der Extremschwimmer diesmal mit bis zu zwei Meter hohen Wellen.