Brandt sprintet auf Platz 14 und denkt ans Karriereende

Dorothea Brandt ist bei ihrem einzigen Olympia-Start in Rio auf Platz 14 geschwommen. Im 50-Meter-Sprint verpasste die 32-Jährige das Finale, das an einem guten Tag möglich gewesen wäre.

| 13. August 2016 | AKTUELL

Dorothea Brandt im Halbfinale über 50 m Freistil | Ein letztes Mal im Fokus der TV-Kameras? Dorothea Brandt vor ihrem Halbfinale.

Ein letztes Mal im Fokus der TV-Kameras? Dorothea Brandt vor ihrem Halbfinale.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Zweimal hatte Dorothea Brandt die Spiele nach ihrer Teilnahme 2004 in Athen knapp verpasst. Für Rio de Janeiro konzentrierte sich die Essenerin zwei Jahre lang voll und ganz auf die 50 Meter Freistil. Mit mehr Krafttraining und der Unterstützung durch Ex-Weltmeister Mark Warnecke schaffte sie im April bei den Deutschen Meisterschaften die Quali.

Geht die lange Karriere der 32-Jährigen aus Bremerhaven, die vor zwölf Jahren ihren ersten nationalen Titel gewann und die  in Hamburg, Berlin und Essen trainierte, nun mit einem 14. Platz bei Olympia zu Ende? Nach dem Halbfinale, in dem die Sportsoldatin in 24,71 Sekunden etwas schneller als im Vorlauf (24,77 s) schwamm und den Endlauf um 18 Hundertstel verpasste, sagte Brandt der ARD: "Zum jetzigen Zeitpunkt tue ich mir das nocht noch einmal an. Aber die Entscheidung werde ich ganz in Ruhe treffen. Bei der Bundeswehr habe ich gerade um ein Jahr verlängert".

Dorothea Brandt im Halbfinale über 50 m Freistil | Dorothea Brandt hat in ihrer Karriere über 15 internationale Medaillen gewonnen.

Dorothea Brandt hat in ihrer Karriere über 15 internationale Medaillen gewonnen.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Dänin Blume krault am schnellsten

An ihre Bestzeit von 24,51 kam Brandt in Rio nicht heran. Diese Zeit hätte für die Finalteilnahme ausgereicht. "Ich bin enttäuscht. Normalerweise habe ich immer eine gute Erklärung für ein Rennen. Heute aber nicht", sagte die 28-malige Deutsche Meisterin nach dem Halbfinale, in dem sie letztlich auf Platz 14 landete.

Die beste Zeit erziele wie im Vorlauf etwas überraschend Pernile Blume. Die Dänin schwamm 24,28 Sekunden und war damit schneller als die australische Topfavoritin Cate Campbell und Titelverteidigerin Ranomi Kromowidjojo aus den Niederlanden. Das Finale findet in der Nacht zu Sonntag statt.