Nur 0,15 Sekunden: Angelina Köhler kratzt am Rekord von Alex Wenk

Mit sieben neuen WM-Qualifikationen verlaufen die Malmsten Swim Open in Stockholm aus deutscher Sicht erfolgreich. Neben Maximilian Pilger, Angelina Köhler und Philip Heintz knackten vier weitere DSV-Schwimmer eine Normzeit. Pech hatten Christian Diener und Celine Rieder.

| 15. April 2019 | AKTUELL

18 Jahre ist Angelina Köhler alt. Über 100 Meter Schmetterling zählt sie schon jetzt zu den Schnellsten in Deutschland.

18 Jahre ist Angelina Köhler alt. Über 100 Meter Schmetterling zählt sie schon jetzt zu den Schnellsten in Deutschland.

Foto >DOSB

Insgesamt sieben WM-Normzeiten konnten die deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer in Stockholm bereits unterbieten – eine weitere könnte noch hinzukommen. Noch den ganzen Tag laufen die Malmsten Swim Open in der schwedischen Hauptstadt, ein starker Wettkampf aus deutscher Sicht.

Am Freitag konnte sich als erster Maximilian Pilger für die WM qualifizieren. In 2:09,87 Minuten schwamm er über 200 Meter Brust auf den dritten Platz und schlug nur drei Hundertstel vor der WM-Norm von 2:09,90 Minuten an. Der bereits qualifizierte Marco Koch schwamm in 2:08,80 Minuten noch etwas schneller und sicherte sich knapp hinter dem Schweden Erik Persson (2:08,75 min) den zweiten Platz.

Ähnlich viel Glück hatte Ruwen Straub über 1.500 Meter Freistil. Der Würzburger duckte sich in 14:58,92 Minuten mit nur 0,08 Sekunden Abstand unter der Norm hindurch. Ebenfalls über diese Strecke qualifizierte sich Lea Boy. Sie beendete die lange Freistilstrecke in 16:15,02 Minuten hinter der bereits qualifizierten Sarah Köhler. Um 0,53 Sekunden vorbei an der WM-Norm schrammte Celine Rieder in 16:23,53 Minuten. Die Norm hätte der Neckarsulmerin jedoch nichts genützt, da nur die beiden Schnellsten über jede Strecke zur WM fahren werden.

Diener fehlen Hundertstel

Auch Christian Diener hatte Pech. Mit einer Zeit von 1:57,08 Minuten über 200 Meter Rücken fehlten dem Potsdamer acht Hundertstel zur WM-Qualifikation. Bei der halben Strecke reichte es ebenfalls nicht, hier war der Abstand mit über einer Sekunde zur Norm von 53,70 Sekunden allerdings größer. Über 50 Meter sprintete Diener in 25,05 Sekunden Veranstaltungsrekord. Auch wenn dem Olympiafinalist von Rio bis Ende April keine Leistung unter Normzeit gelingen sollte, dürfte er fast sicher zum deutschen WM-Team gehören. Für die Lagenstaffeln werden die Bundestrainer auf Diener zählen.

In Sichtweite zum deutschen Rekord kam Angelina Köhler. Die junge Hannoveranerin, vergangenes Jahr Zweite bei den Olympischen Jugendspielen, schlug über 100 Meter Schmetterling nach 57,85 Sekunden an und blieb damit 0,15 Sekunden über dem Rekord von Alexandra Wenk. Gleichzeitig konnte sie die WM-Normzeit um fünf Hundertstelsekunden unterbieten. Mit Leonie Beck und Philip Heintz qualifizierten sich zwei weitere DSV-Schwimmer für Gwangju. Beck holte sich über 400 Meter Freistil das Ticket in 4:07,06 Minuten und ist somit die Zweite, die sowohl im Freiwasser, als auch im Becken starten könnte. Philip Heintz konnte sich mit 4:14,27 Minuten über 400 Meter Lagen beweisen.

Auch letzter Tag in Stockholm bleibt spannend

Ebenfalls starke Ergebnisse lieferte der bereits qualifizierte Florian Wellbrock. Der Magdeburger fügte mit einer Zeit von 3:45,59 Minuten die 400 Meter Freistil noch zu seinen WM-Starts hinzu und bestätigte die Normzeit über 1.500 Meter Freistil. In starken 14:42,91 Minuten schwamm er sich auf den zweiten Platz der Weltrangliste hinter Gregorio Paltrinieri (14:38,34 min).

Im Blick behalten sollte man für den letzten Wettkampftag noch Annika Bruhn. Heute Morgen schwamm sie im Vorlauf über 100 Meter Freistil 54,70 Sekunden. Im Finale heute Nachmittag müssten 54,10 Sekunden für die Quali her.