Allerletzte EM-Chance für Marco Koch und Co.

Marco Koch bekommt eine allerletzte Chance, sich trotz verpasster EM-Norm doch noch für den Jahreshöhepunkt ins Spiel zu bringen. Voraussetzung dafür wäre eine "herausragende Einzelleistung", sagt Bundestrainer Lambertz.

| 16. Mai 2018 | AKTUELL

Konnte dieses Jahr noch nicht überzeugen: Marco Koch.

Konnte dieses Jahr noch nicht überzeugen: Marco Koch.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Drei Monate hatten die deutschen Schwimm-Asse Zeit, die Normzeiten des Deutschen Schwimm-Verbands für die Europameisterschaften in Glasgow (3. bis 9. August) zu erfüllen, oder sich für eine der Staffeln in Position zu schwimmen. Vor zwei Wochen gab Bundestrainer Henning Lambertz den 31-köpfigen EM-Kader bekannt.

Nun eröffnete der deutsche Chefcoach allen Athleten, die sich nicht qualifizieren konnten, eine allerletzte Chance, doch noch auf den EM-Zug aufzuspringen. Voraussetzung dafür sei eine "herausragende Einzelleistung" bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin. Damit könnten sich die Sportler in eine "Sonderstellung'" schwimmen, so Lambertz. Die 130. deutschen Titelkämpfe finden vom 19. bis 22. Juli in Berlin statt.

Explizit denkt Lambertz dabei an Ex-Weltmeister Marco Koch, der bei den Europameisterschaften 2012, 2014 und 2016 jeweils mindestens Silber gewann. Der Darmstädter schwamm dieses Jahr nicht annährend an die Normzeit von 2:08,20 Minuten heran. "Wenn Marco über 200 m Brust eine Zeit schwimmt, mit der er bei der EM für Deutschland um eine Medaille mitschwimmen kann, dann könnte es sein, dass ich im Verbandsinteresse dem Nominierungsausschuss einen Sonderfall vorschlagen werde", heißt es in einem Artikel auf der DSV-Website. Deutlich stellt Lambertz heraus, dass "dies nur bei wirklich herausragenden Einzelleistungen der Fall sein wird." Außerdem werde keiner der 31 bereits Nominierten seinen Platz verlieren.