"Afrika wirkt so nah, aber ist verdammt weit weg"

Es wird ernst für Extremschwimmer André Wiersig. Am langen Pfingst-Wochenende will der Paderborner die Straße von Gibraltar durchschwimmen und damit als erster Deutscher die Ocean's Seven perfekt machen.

| 7. Juni 2019 | AKTUELL

Da will er hin: André Wiersig kann das Ziel vom Strand aus sehen.

Da will er hin: André Wiersig kann das Ziel vom Strand aus sehen.

Foto >Dennis Daletzki

Am Mittwoch ist Open-Water-Schwimmer André Wiersig in Tarifa, der südlichsten Stadt des europäischen Festlands angekommen. Nur wenige Tage bleiben ihm, um sich im Mittelmeer zu akklimatisieren und auf seinen großen Tag vorzubereiten. Am Freitag berichtete der Sportler am Telefon, dass das Wetter in Südspanien zwar sonnig, aber sehr windig ist. Wann es losgehen kann, mit einem Versuch, nach Marokko zu schwimmen, ist deshalb ungewiss. Samstag, Sonntag oder Montag muss es klappen, denn länger hat Wiersig keine Zeit.

Die Straße von Gibraltar ist Wiersigs letzte Etappe der Ocean's Seven, die er mit einem erfolgreichen Schwimmen als erster Deutscher vervollständigen möchte. "Wir sehen Afrika, wenn wir am Strand sind. Es wirkt sehr nah, aber es ist natürlich verdammt weit weg", sagt der Paderborner, der von einer Schwimmzeit zwischen vier und fünf Stunden ausgeht. Wiersig betont, dass er die 14 Kilometer weite Strecke auf keinen Fall unterschätze werde. Auch wenn es das Schwimmen der Ocean's Seven sei, "bei dem du in der Regel die wenigsten Probleme hast". 

Die Zeit ist knapp

Den Donnerstag nutzten Wiersig und sein Team für ein Treffen mit der Straits of Gibraltar Swimming Association. Dabei wurde natürlich vor allem über die Wetterprognose und mögliche Startzeiten gesprochen. Sollte es doch erst Montag werden, wird es wahrscheinlich sehr früh am Morgen losgehen. Dies würde dem Sportler gut passen. Für 18 Uhr ist bereits der Rückflug nach Deutschland gebucht.