Ab heute geht es um die EM

Für Deutschlands Topschwimmer hat der Kampf um die EM-Tickets begonnen. Ab sofort zählen ihre Leistungen für den Saisonhöhepunkt in Schottland.

| 22. Januar 2018 | AKTUELL

Marco Koch greift bereits an diesem Wochenende nach dem EM-Ticket.

Marco Koch greift bereits an diesem Wochenende nach dem EM-Ticket.

Foto >Fabian Fiedler / spomedis

Bis zum 29. April haben die deutschen Schwimm-Asse Zeit, die vom Verband geforderten Normzeiten zu erzielen. Diese bestehen wie in den letzten Jahren aus einer etwas langsameren Vorlaufnorm und einer schnelleren Endlaufnorm. Nur wer beide Hürden meistert, ist für die EM in Glasgow (3. Bis 9. August) qualifiziert. Die Normen (in diesem PDF-Dokument auf Seite 5/6) sind als sehr streng zu bezeichnen und orientieren sich an Platz 16 und Platz 8 der letzten Olympischen Spiele. Für Sportler unter 23 Jahren gelten unter bestimmten Voraussetzungen die etwas abgeschwächten U-23-Normen.

Henning Lambertz rechnet mit einem großen EM-Team.

Henning Lambertz rechnet mit einem großen EM-Team.

Foto >Peter Jacob / spomedis

Lange EM-Vorbereitung

Durch die Einführung des neuen Qualifikationsfensters verlieren die Deutschen Meisterschaften in Berlin (19.-22. Juli) hinsichtlich der EM-Qualifikation ihre Bedeutung. Weder müssen die Athleten hier bestimmt Zeiten schwimmen, noch die Plätze eins oder zwei belegen, wie es in der Vergangenheit der Fall war. Stattdessen zählen allein die Ergebnisse bis zum 29. April, wobei pro Strecke bis zu vier Athleten nominiert werden können. Das EM-Team soll bereits Anfang Mai feststehen. Den qualifizierten Athleten bleiben damit rund drei Monate für gezielte Vorbereitung. Bundestrainer Henning Lambert rechnet in Glasgow mit einer großen deutschen Mannschaft von 30 bis 35 Athleten.

Einen ersten Angriff auf die Normen starten einige EM-Kandidaten bereits am kommenden Wochenende. Beim traditionell hochkarätig besetzten Euro Meet in Luxemburg gehen unter anderem Franziska Hentke, Marco Koch, Lisa Graf, Damian Wierling, Florian Wellbrock und Jacob Heidtmann an den Start.