Zahltag für Sarah Sjöström und Chad le Clos

Als Schwimmer lässt es sich gut leben - vorausgesetzt man ist Sarah Sjöström oder Chad le Clos und schwimmt im Kurzbahn-Welt von Sieg zu Sieg. Die beiden Schwimmstars können in Singapur kräftig abräumen.

| 17. November 2017 | AKTUELL

Sarah Sjöström kann sich über eine erfolgreiche Kurzbahnsaison freuen.

Sarah Sjöström kann sich über eine erfolgreiche Kurzbahnsaison freuen.

Foto >Fabian Fiedler / spomedis

Auf der achten und letzten Station des Kurzbahn-Weltcups stehen am Samstag und Sonntag in Singapur noch einmal 25 Rennen auf dem Programm, die Gesamtsieger stehen aber bereits vor dem Finale so gut wie fest. Sarah Sjöström und Chad le Clos konnten sich bei den Wettkämpfen in Eindhoven, Berlin, Moskau, Doha, Dubai, Peking und Tokio mit Abstand die meisten Punkte erschwimmen. Für den Sieg in der Weltcupserie winken der Sprinterin aus Schweden und dem Schmetterling-Spezialisten aus Südafrika jeweils Schecks über 150.000 US-Dollar.

Chad le Clos führt die Männerwertung vor Vorjahressieger Vladimir Morozow an.

Chad le Clos führt die Männerwertung vor Vorjahressieger Vladimir Morozow an.

Foto >Kevin Mackinnon / spomedis

Hinzu kommen Preisgelder für sogenannten Cluster-Wertungen, in denen jeweils zwei bis drei Stationen zusammengefasst sind, sowie für jedes einzelne Rennen. Insgesamt werden den beiden Topschwimmern nach dem Wochenende vom Weltverband FINA deutlich mehr als 300.000 US-Dollar überwiesen werden. Während le Clos zum vierten Mal in seiner Karriere den Gesamtsieg holen wird, ist es für Sjöström eine Premiere. Sie löst nach fünf Erfolgen hintereinander Katinka Hosszu ab. Die Ungarin wurde durch das neue Reglement, das unter anderem die Zahl der Starts stark beschränkte, ausgebremst. Als Weltcup-Zweite wird die erste Preisgeld-Millionärin des Schwimmsports aber nicht leer ausgehen.

Breite Masse nicht am Start

Aus deutscher Sicht wird wohl nur Christian Diener in den Top Ten vertreten sein. Der Rückenschwimmer aus Potsdam steht derzeit auf dem sechsten Gesamtrang, für den es allerdings kein Geld gibt.

Der Potsdamer Christian Diener liegt in der Gesamtwertung auf Rang sechs.

Der Potsdamer Christian Diener liegt in der Gesamtwertung auf Rang sechs.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Trotz des enormen Preisgelds offenbarte der Weltcup auch in dieser Saison: Von einigen Weltklasseathleten abgesehen, nimmt die breite Masse der Stars das Format nicht an. Weder die US-Amerikaner noch die Australier schickten ihre erste Garde an den Start, der DSV schickte jeweils kleine Delegationen mit Etablierten und einigen Nachwuchskräften. Während sich die Teilnahmefelder bei den Events in Europa, Peking und Tokio durch die Starts nationaler Athleten noch halbwegs sehen lassen konnten, konnten in Katar und Hongkong manche Rennen nur mit viel Mühe überhaupt besetzt werden.