14 DSV-Freiwasserschwimmer messen sich mit der Weltelite

Mehr als ein Dutzend deutscher Freiwasserschwimmer kämpft am Samstag in Doha um die Direkt-Qualifikation zu den Europameisterschaften in Glasgow. Dazu ist eine Top-Ten-Platzierung Pflicht.

| 16. März 2018 | AKTUELL

Auch Finnia Wunram will in Doha in die Top Ten.

Auch Finnia Wunram will in Doha in die Top Ten.

Foto >G. Perottino / Deepbluemedia

Sieben deutsche Schwimmerinnen und sieben deutsche Schwimmer treten am Samstag beim erstmals ausgetragenen 10-Kilometer-Weltcuprennen in Doha (Katar) an. Die Serie trägt seit diesem Jahr den Namen Marathon World Swim Series und umfasst insgesamt neun Stationen. Das Finale wird am 24. November ganz in der Nähe in Dubai ausgetragen.

Das mit den beiden Olympiasiegern Ferry Weertman und Sharon van Rouwendaal stark besetzte Auftaktrennen im Emirat Katar ist für die Deutschen aber vor allem deswegen so interessant, weil sie sich hier direkt das Ticket für die Europameisterschaften im August in Glasgow sichern können. "Wer unter die Top Ten kommt, ist direkt für die EM qualifiziert. Damit haben die Schwimmer und Trainer Planungssicherheit. Alle anderen haben dann noch einmal die Möglichkeit, sich in Setubal zu qualifizieren", erläutert Stefan Lurz das Qualifikations-Prozedere des DSV. Insgesamt stehen den deutschen Schwimmern pro EM-Rennen drei Startplätze zur Verfügung. Sollten in Doha mehr als drei unter die besten Zehn schwimmen, gibt die bessere Platzierung den Ausschlag.

Alle DSV-Schwimmer mit Chancen

Favoritin unter den deutschen Schwimmerinnen ist Finnia Wunram. Die 22-jährige gewann bei der letzten EM vor zwei Jahren in Hoorn Silber über 5 Kilometer. Hinter der Magdeburgerin ist eine weitere Favoritin kaum auszumachen. Leonie Beck, Svenja Zihsler, Sarah Bosslet, Lea Boy und Jeanette Spiwoks konnten im Open Water allesamt bereits auf sich aufmerksam machen. Schwer auszurechnen ist außerdem Angela Maurer, die über 20 Jahre nach ihrem ersten EM-Auftritt in Sevilla ein weiteres Mal das EM-Ticket in Angriff nehmen wird.

Auch bei den Männern, bei denen mit Andreas Waschburger und Christian Reichert zwei Olympia-Teilnehmer ihr Glück versuchen, fällt eine Vorhersage schwer. Neben den beiden dürfte Ex-Teamweltmeister Rob Muffels die besten Karten haben. Doch auch Sören Meißner und der amtierende deutsche 10-Kilometer-Meister Marcus Herwig wollen zur EM. Nur Außenseiterchancen dürften der Elmshorner Arti Krasniqi und 25-Kilometer-Spezialist Alexander Studzinski haben.