1 x Finale, 2 x Olympia

Die deutschen Schwimmerinnen sind über 4 x 100 Meter Freistils ins WM-Finale gekrault. Auch den Männern gelang die Qualifikation für die Olympischen Spiele.

| 21. Juli 2019 | AKTUELL

Nach dem Rennen beginnt das Warten und Rechnen: Noch wissen Reva Foos, Annika Bruhn und Julia Mrozinski nicht, dass die Staffel im Finale ist.

Nach dem Rennen beginnt das Warten und Rechnen: Noch wissen Reva Foos, Annika Bruhn und Julia Mrozinski nicht, dass die Staffel im Finale ist.

Foto >Jo Kleindl

Minimalziel erreicht und mit den Frauen sogar noch etwas mehr: Über 4 x 100 Meter Freistil ging es für die deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer bei der WM in Gwangju um das Ticket für die Olympischen Spiele. Dafür musste mindestens Platz zwölf her, was im ersten Moment vielleicht etwas leichter klingen mag als man denkt. Denn die erweiterte Weltspitze ist zusammengerückt, vor vier Jahren scheiterten die DSV-Damen bei der WM just über diese Strecke am zwölften Platz und schafften es auch danach nicht, eine der vier besten Zeiten der nichtqualifizierten Teams zu erzielen. Am Ende fand das Olympiarennen in Rio ohne deutsche Frauen statt.

Das wird sich kommendes Jahr in Tokio nicht wiederholen, denn sowohl die Frauen (Platz acht) als auch die Männer (Platz elf) erreichten das Minimalziel. Bei den Frauen schwammen Annika Bruhn, Reva Foos, Julia Mrozinski und Jessica Steiger sogar ins Finale. "Wir haben gezittert, dass es reicht, und sind Superhappy", sagte Steiger, die in 54,07 Sekunden die beste Zeit des Quartetts schwamm. Foos ergänzte: "Es hat viel Spaß gemacht in dieser Halle zu schwimmen und ich hoffe, wir können im Finale noch einen drauflsetzen. Olympia-Quali in der Tasche: Daumen hoch!" Im Endlauf werden die DSV-Frauen auf einer Außenbahn ins Rennen gehen. Im Kampf um den Sieg wird ein Duell zwischen den USA und Australien erwartet.

"Müssen zufrieden sein"

Auch die Männer waren nach den 4 x 100 Metern Freistil letztlich froh über das Olympiaticket. "Damit müssen wir zufrieden sein. Ein Finale ist natürlich immer schön, aber da wollen auch alle anderen hin", sagte Startschwimmer Damian Wierling. Zusammen mit Marius Kusch, Josha Salchow und Christoph Fildebrandt kam der Essener auf 3:14,58 Minuten. Vorlaufbestzeit schammen die USA in 3:11,31 Minuten.