Wettkampf-Simulation: Mut zur Qualität

Kein Zweifel - Wettkampf ist das beste Training. Da man aber nicht ständig Wettkämpfe bestreiten kann, könnte diese Methode erfolgreich sein: Die Wettkampf-Simulation!

| 14. März 2016 | Training

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Ein Schwimmer beim Startsprung.

Photo > Frank Wechsel / spomedis

Vielleicht braucht es manchmal etwas Mut, den Umfang einer Trainingseinheit herunter zu fahren, um die Qualität nach oben zu ziehen. Denn der Zusammenhang ist klar: Nur, wer die Umfänge reduziert, die Pausen verlängert, um damit die Intensitäten anzuheben, kann Trainingsreize erzeugen, die einen zu einem besseren Wettkämpfer werden lassen.

Deshalb gilt: Simulieren Sie regelmäßig die Wettkampfsituation, um das Gefühl der steigenden Müdigkeit, der Übersäuerung der Muskulatur und besonders auch die Auswirkungen auf die technische und koordinative Qualität Ihrer Schwimmtechnik für den Ernstfall zu proben.

Tipp: Standardisieren und optimieren Sie Ihr Wettkampf-Einschwimmprogramm!

Einheit der Woche

Gesamtdistanz: 2,6 km

800 m Wettkampf-Einschwimmen

3 x 100 m

2 x 15 m und 1 x 25 m Spurt mit Startkommando und Zeitnahme + Rest locker schwimmen

10 Minuten Pause außerhalb des Beckens inkl. Anziehen der Wettkampfbekleidung

200 m

Wettkampf-Simulation

400 m

lockeres Schwimmen als aktive Pause

8 Minuten Pause außerhalb des Beckens

100 m

Wettkampf-Simulation

400 m

lockeres Schwimmen als aktive Pause

4 Minuten Pause außerhalb des Beckens

50 m

Wettkampf-Simulation

400 m

Ausschwimmen

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Holger Lüning (50) ist Sportwissenschaftler und Schwimmtrainer mit über 25 Jahren Erfahrung im Hochleistungssport. Als Aktiver schwamm er in der Bundesligamannschaft des EOSC Offenbach, später gewann er im Masterbereich zahlreiche Meistertitel. Lüning ist Dozent in der Trainerausbildung und Autor von Fachbüchern und DVDs. Sein neuestes Werk sind "Die 50 besten Trainingseinheiten für Schwimmer und Triathleten", die bei spomedis erschienen sind.

Holger Lüning

Holger Lüning

Photo > privat