Orchester der Schnelligkeit

Schnelligkeit ist eine komplexe sportliche Eigenschaft. Viele kleine Faktoren wirken im idealen Zusammenspiel, um im Wasser das größtmögliche Tempo zu realisieren. Doch wie bei einem Orchester gilt: harmonisch wird´s nur, wenn man regelmäßig übt!

| 16. November 2015 | TRAINING

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Foto >Frank Wechsel / spomedis

Tempo ist schließlich keine Eigenschaft, die sich von alleine entwickelt oder sich ohne regelmäßiges Training auf einem guten Niveau hält. Umso wichtiger ist es, die Grundschnelligkeit immer wieder anzusprechen, ganz gleich auf welcher Streckenlänge die Wettkämpfe ausgetragen werden. Gehen Sie die Tempoaufgaben deshalb sehr konzentriert und mit maximalem Einsatz an und schwimmen Sie die lockeren Anteile betont im "Wellness-Modus".

Tipp: schwimmen Sie bei den 6 x 100m maximal zwei verschiedene Technikübungen!

Einheit der Woche

Gesamtdistanz: 3,4 km

200mEinschwimmen

2 x 300m

2 x (50m Beine + 50m Kraul mit Faust + 50m beliebig), Pause: 30 s

6 x 100m

50m HSA TÜ + 15m schnell aus der Wende mit Betonung des Übergangs + 35m locker, Pause: 30 s

12 x 50m

im Wechsel: 15m Sprint (Start vom Block) und 15m Beine Sprint + 35m lockeres schwimmen, Pause: 40-60 s

600m

im Wechsel: 50m Beine leicht beschleunigt mit Brett + 100m Kraul GA1

600m

im Wechsel: 100m Lagen + 50m Beine leicht beschleunigt mit Brett

200-300m

Ausschwimmen

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Holger Lüning (50) ist Sportwissenschaftler und Schwimmtrainer mit über 25 Jahren Erfahrung im Hochleistungssport. Als Aktiver schwamm er in der Bundesligamannschaft des EOSC Offenbach, später gewann er im Masterbereich zahlreiche Meistertitel. Lüning ist Dozent in der Trainerausbildung und Autor von Fachbüchern und DVDs.

Holger Lüning | Holger Lüning

Holger Lüning

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