Verletzungen beim Schwimmen vermeiden

Beim Kampf um Zeiten und Platzierungen kommen sich Schwimmer normalerweise nicht in die Quere. Dies ist ein entscheidender Grund, warum sich die Sportler im Wasser nur selten verletzen; die Gefahr liegt eher außerhalb des Beckens.

| 11. April 2011 | TRAINING

Brustbeinschlag | Der Brustbeinschlag ist eine unphysiologische Bewegung - Überlastungsschäden im Kniegelenk können die Folge sein.

Der Brustbeinschlag ist eine unphysiologische Bewegung - Überlastungsschäden im Kniegelenk können die Folge sein.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Schwimmen gilt als eine eher verletzungsarme Sportart. Während es beim Training zwar schon mal zu Berührungen der Athleten kommen kann, ist dies bei Schwimmwettkämpfen fast auszuschließen. Öfters als vermutet verletzen sich Schwimmer allerdings außerhalb des Schwimmbeckens: Beim Laufen auf nassen Fliesen am Beckenrand kommt es häufig zu Stürzen oder Verletzungen an den Absperrpfosten des Beckenrands. Auf diese Weise ist es schon zu Knochenbrüchen und sogar Schädel-Hirn-Traumen gekommen. Sprünge in Untiefen und das Training von Startsprüngen im Lehrschwimmbecken bergen die Gefahr von Verletzungen des Schädels und der Wirbelsäule.

Die häufigsten Verletzungen im Schwimmsport sind an Händen und Armen lokalisiert. Diese entstehen vor allem durch ungeschicktes Anschlagen bei der Wende und beim Zielanschlag oder wenn beim Rückenschwimmen der Beckenrand übersehen wird. Finger und Hände der Schwimmer sind auch gefährdet, wenn sie an Wave-Killer-Leinen oder ihre Mitschwimmer anstoßen. Beim Überholen können außerdem durch Tritte oder Schläge auf die Schwimmbrille Lid- oder Orbitaverletzungen entstehen. Durch Schwimm-Paddles können zudem Hand- oder Kopfverletzungen verursacht werden.

Auch beim Trockentraining verletzen sich Schwimmsportler vermehrt: Da das Lauftraining bedingt durch die Saisonplanung vorwiegend in der dunklen Jahreszeit stattfindet, sind Verletzungen des oberen Sprunggelenks durch Umkicken nicht selten. Diese werden durch die oftmals instabilen Sprunggelenke der Athleten noch begünstigt. Die vermehrte Beweglichkeit des oberen Sprunggelenks ist für einen optimalen Beinschlag des Schwimmers erforderlich. Durch ein begleitendes Krafttraining können Muskel- und Gelenkverletzungen entstehen, zum Beispiel eine Zerrung der Bizepssehne durch Hanteltraining.

Schutzmaßnahmen

Die Verletzungsgefahr im Schwimmsport kann durch folgende Maßnahmen reduziert werden: