Studie: Schwimmer weniger gefährdet als Radfahrer

Männer sind offenbar häufiger vom Plötzlichen Herztod beim Sport betroffen als Frauen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität von Paris, für die unter anderem die drei Sportarten Schwimmen, Radfahren und Laufen näher unter die Lupe genommen wurden.

| 25. September 2013 | TRAINING

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Foto >Frank Wechsel / spomedis

Für die Studie sammelten Dr. Eloi Marijon und sein Team zwischen 2005 und 2010 Daten von Menschen, die am Plötzlichen Herztod beim oder kurz nach dem Sport gestorben waren. Sie untersuchten 775 Todesfälle – darunter waren nur 42 Frauen (fünf Prozent). Das Durchschnittsalter zum Todeszeitpunkt war bei den Männern 46 und bei den Frauen 44 Jahre.

Je älter, desto größer das Risiko

Ergebnis der Studie: Männer haben ein 20 Mal höheres Risiko, am Plötzlichen Herztod zu sterben als Frauen. Und: Je älter die Männer sind, desto mehr steigt das Risiko, am Plötzlichen Herztod zu sterben. Bei Frauen konnte dies nicht festgestellt werden.

Interessant ist ein weiteres Detail der Studie: Die Sportart, die die Männer ausübten, spielte eine gravierende Rolle für die Wahrscheinlichkeit, am Plötzlichen Herztod zu sterben. Analysiert wurden die Sportarten Schwimmen, Radfahren und Laufen. Fazit: Männer erlitten am häufigsten beim Radfahren einen Kollaps, am seltensten beim Schwimmen. Bei Frauen waren bei den Sportarten keine Unterschiede zu erkennen. Welche Ursachen für die gravierenden Unterschiede zwischen Männern und Frauen verantwortlich sind, konnten die Forscher nicht erklären.