Schwimmerknie - Schmerzen bei der Schwunggrätsche

Schwimmen ist eine der gesündesten Sportarten überhaupt. Doch leider können auch im Wasser Verletzungen auftreten. Schmerzen hinter der Kniescheibe oder am innenseitigen Schienbeinkopf können bei Brustschwimmern Hinweise für ein Schwimmerknie sein.

| 27. November 2014 | TRAINING

Schwimmerknie1 | Schwimmerknie

Schwimmerknie

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Doch was ist die Hauptursache dieser schmerzhaften Reizung des Kapsel-Band-Apparats? "Dieses Band hat die Aufgabe, eine Außenrotation im Kniegelenk zu verhindern. Diese wird aber gerade bei der Schwunggrätsche beim Brustbeinschlag durchgeführt", erklärt Prof. Dr. Alexander Beck, Sportmediziner am Würzburger Juliusspital und Teamarzt der deutschen Schwimm-Nationalmannschaft. "Durch eine Anspreizbewegung des Beins in Außendrehung soll der Widerstand des Wassers überwunden werden.“

Die Antriebsphase bei der Schwunggrätsche beginnt mit einer Streckung des gebeugten Knies, wobei dabei bereits die Füße nach außen gedreht sind. Hier schließt sich nun eine halbkreisförmige propellerartige Bewegung am Unterschenkel an. Der kritische Punkt für das Knie wird dann erreicht, wenn es mit anhaltend nach außen rotierten Füßen fast komplett gestreckt ist. Denn in dieser Position wird der Kapsel-Band-Apparats durch die X-Bein-Stellung des Knies maximal beansprucht.

Was kann man tun?

Nachdem ein Orthopäde oder Sportmediziner eine genaue Diagnose gestellt hat, sollten Schwimmer vorübergehend auf die Schwunggrätsche im Training verzichten. "Modifizieren Sie Ihren Trainingsplan und schwimmen Sie vermehrt Rücken, Kraul, Delfin und Brustarme, aber eben ohne Brustbeinschlag“, rät Beck. Wichtig sei außerdem ein Ausgleichstraining mit entsprechendem Muskelaufbau und gegebenenfalls Physiotherapie.

Was Sie prophylaktisch tun können, damit Sie gar nicht erst ein Schwimmerknie bekommen und welche fünf Übungen Ihnen helfen, der Erkrankung vorzubeugen, lesen Sie in der SWIM 09, die jetzt erhältlich ist.

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