Der Schlüssel zu starken Knien: Schonende Belastung, zum Beispiel beim Schwimmen.

Frank Wechsel / spomedis

Knie schwimmen
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Sportmedizin | 3. Dezember 2012

Gut fürs Knie Schwimmen und Radfahren Top – Laufen und Tennis eher Flop

Peter Jacob | Sport und Bewegung sind die einzig wirksamen Mittel gegen eine Arthritis im Knie. Doch es kommt auf die Sportart an – und die Dauer der Belastung. US-Forscher wiesen jetzt einen Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und der meist schmerzenden Knieverkalkung nach. Einen Schwimmstil empfiehlen die Wissenschaftler nicht.
Zuwenig Sport ist ungesund für die Knie, zu viel aber auch. Das ist das Ergebnis einer Studie der University of California in San Francisco (UCSF). Für ihre Untersuchung von Personen im Alter zwischen 45 und 60 Jahren, maßen die Forscher bei den Probanden den Knorpel an der Kniescheibe, dem Oberschenkel und dem Schienbein zu Beginn, nach zwei und vier Jahren. Parallel wurden die körperlichen Aktivitäten der Teilnehmer notiert. Die Erkenntnis: "Es gibt ein optimales Niveau von körperlicher Aktivität", sagt Thomas Link, Radiologe am UCSF. Sportarten wie Walking und Schwimmen sind vorteilhafter für die Knie als Laufen und Tennis. Ob damit auch das Brustschwimmen gemeint ist, wurde nicht genannt. Wissenschaftler der UCSF gehen davon aus, dass im Jahr 2030 rund 67 Millionen US-Bürger unter Arthritis im Knie leiden werden.
Joachim Merk, Mediziner a der Unfallklinik Tübingen und Leiter einer "Gelenkschule", erklärt, dass die Knie bereits im Alltag hohen Belastungen ausgesetzt sind. "Alleine beim Treppensteigen hat man das Fünffache des eigenen Körpergewichts auf den Knien", rechnet der Mediziner vor. "Heutzutage weiß man, dass über 60 Prozent der über 60-Jährigen eine Arthrose bekommen", sagt Merk. Auch er empfiehlt eher Sportarten wie Walking, Radfahren oder Schwimmen. Von Squash rät er ab, da man dabei das Knie zu stark verdrehe.

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