Mit Herpes ins Schwimmbad?

Meist fängt es mit einem Kribbeln an. Kurze Zeit später sieht man auch schon die mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen an den Lippen. Keine Frage - Herpes sieht nicht schön aus und ist schmerzhaft. Doch darf man mit Herpes ins Schwimmbad?

| 22. September 2015 | TRAINING

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Foto >dreamstime.com (Dmytro Zinkevych)

Herpes wird von Viren ausgelöst. Charakteristisch sind die mit Flüssigkeit gefüllten, schmerzhaften Bläschen an den Lippen oder an anderen Stellen im Gesicht. Hat der Körper sich einmal – meist unbemerkt – mit Herpes infiziert, tritt er immer wieder auf. Eine beginnende Infektion macht sich durch Kribbeln und Rötungen an der Haut bemerkbar. Besonders anfällig für Herpesinfektionen sind Menschen, deren Körperabwehr geschwächt ist, weil sie eine Operation hinter sich haben, an einer schweren Krankheit leiden oder einfach nur viel Stress, wenig Schlaf haben oder einen Infekt ausbrüten.

Hochgradig ansteckend

Akuter Herpes ist hochgradig ansteckend – die mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen stecken voller ­Viren. „Deshalb sollten Sie mit dieser Infektion auf keinen Fall schwimmen gehen. Zum einen würde das Wasser die Haut zusätzlich austrocknen, was weitere Schmerzen verursacht, zum anderen könnten Sie andere Badegäste anstecken“, sagt ­der Hamburger Dermatologe Dr. Holger Radloff.

Nur mit Wattestäbchen

Beim ersten Hautkribbeln sollten Sie eine Herpescreme aus der Apotheke mit einem Wattestäbchen auftragen, um die Viren nicht zu verteilen. Nach ein paar Tagen gehen die Bläschen auf, die Flüssigkeit verkrustet, und nach spätestens sieben bis zehn Tagen löst sich die gelbe Kruste ab. Wenn Sie beschwerdefrei sind, steht einem Sprung vom Beckenrand nichts mehr im Wege.

Was Sie bei anderen Hautkrankheiten wie Schwimmwarzen, Fußpilz, Schürfwunden oder Neurodermitis tun können und ob Sie damit schwimmen gehen dürfen, lesen Sie in der aktuellenSWIM.

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