Krampf beim Schwimmen - was hilft?

Das Training ist fast zu Ende und dann erwischt es Sie doch noch: ein fieser Krampf. SWIM gibt Ihnen Tipps, wie Sie die schmerzhafte Muskelkontraktion verhindern können.

| 26. Juli 2016 | TRAINING

Polarized_Training1 | Polarized Training

Polarized Training

Foto >Frank Wechsel / spomedis

"Krämpfe entstehen, wenn die Kontraktion des Muskels unwillkürlich erfolgt. Dies passiert besonders leicht, wenn das zentrale Nervensystem die Vorspannung der Muskulatur deutlich erhöht hat. Wie beim Schwimmen üblich, werden im Bereich der Fußsohlen- und Wadenmuskulatur Ursprung und Ansatz durch die Überstreckung im Sprunggelenk angenähert", erklärt Internist und Sportarzt Dr. Matthias Marquardt. Ermüdung am Trainingsende senke die sogenannte Krampfschwelle weiter. Dazu käme eine Elektrolytverschiebung durch die körperliche Arbeit und Schweißverluste.

Das Problem: Beim Schwimmen können Sie die Fußhaltung kaum beeinflussen, weil sie erforderlich ist. "Aber ein guter Trainingszustand mit guter Grundlagenausdauer und Kraft steigert die Belastbarkeit und hebt so die Krampfschwelle", rät der Experte. Weiter stabilisierend kann Magnesium wirken, das Sie zunächst dauerhaft mit 300 Milligramm am Tag einnehmen sollten. Trinken Sie außerdem während der Belastung in kleinen Schlucken ein kohlenhydrat- und natriumreiches, also mit Kochsalz angereichertes Getränk. Alternativ können Sie auch zu hochwerttigem Mineralwasser greifen. Dies stabilisiert ebenfalls die Membranen und schützt vor dem gefürchteten Krampf.