Sportmedizin | 2. Dezember 2011

Nach dem Training

Ist Wasser im Ohr schädlich?

Sonja Schleutker-Franke | Kennen Sie das auch: Nach dem Training sammelt sich immer wieder etwas Wasser im Ohr und es läuft partout nicht raus? Ist es vielleicht sogar schädlich, wenn Wasser längere Zeit im Ohr bleibt? Hals-Nasen-Ohren-Ärzte sind sich einig, dass Wasser im Ohr nur dann zu einem Problem werden kann, wenn es sich mehrere Tage dort festsetzt.
Oft sind Ohrschmalzansammlungen im Gehörgang für das verzögert auflaufende Wasser verantwortlich. Diese können Sie am besten von einem HNO-Arzt entfernen lassen. Generell reinigt sich der Gehörgang von allein. Denn er schiebt das Ohrschmalz mit allem Schmutz nach außen. Dort fällt er dann aus dem Ohr und Sie können ihn entfernen. Greifen Sie also auf keinen Fall zu Wattestäbchen, denn dies zerstört den sensiblen Mechanismus und kann zu einem juckenden Gehörgangsekzem führen.

Hilfe vom HNO-Arzt

Es kann aber auch sein, dass das Wasser schlecht abläuft, weil sich ein Tropfen direkt vor dem Trommelfell in einer Senke des Gehörgangs befindet. Diesen Tropfen können Sie besten bei hängendem Kopf herausschütteln. Oder ein altes Hausmittel anwenden: Einfach mehrmals auf dem Bein hüpfen, auf der Seite mit dem verstopften Ohr. Halten Sie den Kopf dabei schief und das verstopfte Ohr in Richtung Boden. Mit etwas Glück ist das Wasser in wenigen Sekunden rausgelaufen. Wenn dies nicht klappt, lassen Sie das Wasser beim HNO-Arzt absaugen. Denn Wasser, das länger als drei Tage im Gehörgang bleibt, kann zu einer Gehörgangsentzündung führen.