Grippeschutzimpfung für Schwimmer?

Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Generell wird die Impfung chronisch Kranken, immungeschwächten Personen und Senioren ab 60 Jahren empfohlen. Doch ist eine Grippeschutzimpfung möglicherweise auch für Schwimmer sinnvoll?

| 15. Oktober 2013 | TRAINING

Grippeimpfung | Grippeschutzimpfung

Grippeschutzimpfung

Foto >Frank Wechsel / spomedis

„Bei Schwimmern handelt es sich um keine typische Risikogruppe, allerdings sollte man aus der individuellen Situation gemeinsam mit seinem Hausarzt entscheiden“, sagt der Münchner Sportmediziner Karlheinz Zeilberger. Habe man in seinem Beruf viel Kontakt zu anderen Menschen – zum Beispiel im Verkauf – könne eine Impfung durchaus sinnvoll sein. Wer mehrmals in der Woche im Schwimmbad trainiere, habe auch viel Kontakt mit anderen Menschen, die potenzielle Überträger seien.

Wettkampf im Frühjahr

Doch auch Ihre Saisonplanung kann eine Rolle spielen: „Wenn Sie sich über Monate auf einen wichtigen Wettkampf im Frühjahr vorbereiten, könnte eine Impfung helfen, einen Ausfall durch eine Grippe zu vermeiden“, sagt Zeilberger.

Generell sollten Sie sich nur impfen lassen, wenn Sie gesund sind. Wenn Sie über 38,5 Grad Fieber oder einen schweren akuten Infekt haben, sollten Sie warten, bis Sie wieder gesund sind. Nach der Impfung dauert es rund 14 Tage, bis der Impfschutz aufgebaut ist.

Grippe oder Erkältung?

Die Influenza, die echte Virusgrippe, ist von einer normalen Erkältung zu unterscheiden: Eine Erkältung beginnt klassischerweise mit einem Kratzen im Hals, einer laufenden Nase, Husten oder Kopfschmerzen. Ein oder zwei Tage später können auch noch Fieber und Gliederschmerzen dazukommen, doch meistens ist nach einer Woche die Erkältung überstanden. Die Influenza dagegen tritt plötzlich auf und geht mit hohem Fieber und einem starken Krankheitsgefühl einher. Ihr Verlauf ist wesentlich schwerer und gefährlicher.