Eincremen ja – aber mit welcher Sonnencreme?

Im Sommer ist Eincremen Pflicht am Badesee und im Freibad. Doch mit welcher Sonnencreme reiben Sie sich eigentlich ein? Achten Sie lediglich auf den Lichtschutzfaktur oder kontrollieren Sie auf der Packung auch, ob die Creme Schutz vor UVA- und UVB-Strahlen bietet?

| 1. Juli 2015 | TRAINING

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Foto >Frank Wechsel / spomedis

Einer Studie der Royal Pharmaceutical Society zufolge wusste jeder fünfte Befragte nicht, dass der Lichtschutzfaktor keinen Schutz gegen alle Schädigungen durch die Sonne bietet. Er betrifft nur die UVB-Strahlen. Ein Schutz gegen die UVA-Strahlen wird durch Sterne auf der Packung gekennzeichnet. UVA-Strahlen führen zur Alterung der Haut und Falten. UVA- und UVB-Strahlen können Hautkrebs verursachen.

Große Unwissenheit

Der Schutz, den Sonnencremes und -lotions gegen UVB-Strahlen bieten, die auch für das Entstehen eines Sonnenbrandes verantwortlich sind, findet sich als Lichtschutzfaktor auf der Verpackung. UVA-Strahlen sind jedoch laut den britischen Experten beim Kauf von Sonnenschutzmitteln ebenfalls zu berücksichtigen. Sie dringen viel tiefer in die Haut ein und führen zur frühzeitigen Alterung. Nur einer von drei bei der aktuellen Studie Befragten überprüfte beim Kauf eines Sonnenschutzes die Angaben zum Schutz vor UVA-Strahlen.

Laut der Forschungsleiterin Jayne Lawrence wissen viele nicht, dass sich die Angaben zum Lichtschutzfaktor nur auf UVB-Strahlen beziehen. „Die Menschen sollten sich nicht mit zwei komplizierten Bewertungssystemen herumschlagen müssen, um zu verstehen, wie ein Sonnenschutz funktioniert und welchen Schutz sie von einem Produkt erwarten können. Laut Lawrence sei es an der Zeit, dass die Hersteller eine einfache, leicht verständliche Beschreibung des gesamten Sonnenschutzes eines Produktes anbieten: niedriger, mittlerer, hoher oder sehr hoher Schutz."

Hautkrebs vermeidbar

Zu viel UV-Strahlung gilt laut Cancer Research UK als die häufigste vermeidbare Ursache von Hautkrebs. 2011 im „British Journal of Cancer" veröffentlichte Studien gingen davon aus, dass 86 Prozent der Melanome in Großbritannien durch zu viel Kontakt mit Sonnenlicht und zu vielen Besuchen im Solarium in Zusammenhang stehen.