Spiel mit den Frequenzen

Stets die passende Gängen und Übersetzungen wählen, ist die Kunst des sportlichen Radfahrens. Im Schwimmen besteht die Gangschaltung aus den Variablen Zugfrequenz und Zuglänge. Gehen Sie in das Spiel der Frequenzen.

| 2. Januar 2017 | TRAINING

Frequenz | Eine für alle Schwimmer optimale Zugfrequenz gibt es nicht.

Eine für alle Schwimmer optimale Zugfrequenz gibt es nicht.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Die Frage nach der individuell optimalen Frequenz, d. h. der Züge oder Zyklen pro Minute, ist pauschal nicht zu beantworten. Zu unterschiedlich sind die Voraussetzungen in Bezug auf Größe, Hebelverhältnisse, Handgröße und Kraft, um nur einige Faktoren zu nennen, die einen Einfluss auf die Bewegungsgeschwindigkeit haben.

Demzufolge gilt es im Training, die unterschiedlichen Möglichkeiten zu testen, eventuell mit anderen Parametern, wie der erzielten Zeit und der dabei erzeugten Herzfrequenz abzugleichen. Dann könnte man sich Stück für Stück dem Optimum nähern. Spielen Sie im Training deshalb immer wieder mal mit den Frequenzen, dem Krafteinsatz beim Abdruck Unterwasser oder auch der Geschwindigkeit der Überwasserbewegung, um Rückschlüsse zu erhalten, mit welchen Maßnahmen Sie die besten Ergebnisse erzielen.

Tipp: Im Idealfall bitten Sie einen Trainer am Beckenrand, Ihre Bewegungsfrequenz zu messen. Dazu gibt es spezielle Schlagfrequenz-Uhren, mit denen Sie diese Werte sehr exakt bestimmen können. 

Einheit der Woche (2,9 km)

200 m

Einschwimmen

2 x 400 m

200 + 100 + 2 x 50 m, Pause: 20-40 s

200 m: Lagen GA1 (ggf. Delfin durch Kraul ersetzen)

100 m: (25 m Sprint mit betont schneller Überwasserbewegung + 75 m locker)

2 x 50 m: (15 m Sprint ohne Wandabstoß + 35 m locker)

8 x 100 m

Kraul gleichmäßiges GA1-Tempo im 50 m-Wechsel: „langer Zug“ / „hohe Frequenz mit kurzem Abdruck“, Pause: 20 s

100 m

locker

16 x 50 m

HSA wie oben gleichmäßiges GA1-Tempo im 50-Wechsel „langer Zug“ / „hohe Frequenz mit kurzem Abdruck“, Pause: 20 s

200 m

Ausschwimmen

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Holger Lüning (50) ist Schwimmtrainer mit über 25 Jahren Erfahrung im Hochleistungssport. Als Aktiver schwamm er in der Bundesliga, als Master gewann er zahlreiche Meistertitel. Lüning ist Dozent in der Trainerausbildung und Autor von Fachbüchern und DVDs. Sein neuestes Werk sind "Die 50 besten Trainingseinheiten für Schwimmer und Triathleten ", die bei spomedis erschienen sind.