Das Wasser und sein Widerstand

Dass beim Schwimmen eine gute Wasserlage die Geschwindigkeit bestimmt, ist Ihnen sicher klar. Welch große Auswirkungen aber selbst kleine Änderungen haben, ist vielleicht nicht jedem bewusst. Wir haben die häufigsten Technikfehler untersucht.

| 9. Mai 2014 | TRAINING

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Wasser und sein Widerstand

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Das Wasser und sein Widerstand

Manchmal sind es die vermeintlich kleinen Fehler, die beim Schwimmen den Unterschied zwischen ruhigem Gleiten und angestrengtem Kampf mit dem nassen Element ausmachen. Denn eine fehlende Streckung der Fußgelenke, ein zu weit nach vorn gehobener Kopf oder zu weit nebeneinander arbeitende Füße haben oft große Auswirkungen auf die Lage Ihres Körpers und damit auf die Fläche, die Sie dem Wasser beim Schwimmen entgegensetzen. Idealerweise ist diese Angriffsfläche so klein wie möglich: Ein lang gestreckter Körper, der möglichst nahe unterhalb der Wasseroberfläche liegt, stellt deshalb das Optimum dar. Nachfolgend stellen wir Ihnen sieben Fehler vor, die viele Schwimmer immer wieder unbewusst machen, und zeigen Ihnen, wie viel Zeit und Kraft Sie sparen könnten, wenn Sie diese Fehler vermeiden. Eine statistische Berechnung dazu finden Sie in der jeweiligen Tabelle.

So haben wir getestet

Um die Auswirkungen verschiedener Änderungen der Wasserlage festzustellen, haben wir im Testzentrum von Endless-Sports in Gaishorn am See folgenden Aufbau realisiert: Die Athletin wurde in der neun Meter langen Gegenstromanlage mit zwei Schlaufen an den Handgelenken eingehängt. Die Schlaufen waren an einem mit einer Kraftmessdose ausgestatteten Seil befestigt.

Diese Kraftmessdose (Sensor der Firma HBM, Messbereich von 500 Newton, Daten RM4220 Messkraftverstärker, die Werteerfassung erfolgt mittels digitalen Speicheros­zilloskops) gab genaue Auskunft darüber, wie groß der Zug am Seil und damit der Widerstand der Athletin im Wasser war, dieser Widerstand wurde in Newton angegeben. Für jede der acht Positionen (ideale Wasserlage und sieben typische Fehlhaltungen) wurde die Athletin drei verschiedenen Strömungsgeschwindigkeiten ausgesetzt, die einer Schwimmgeschwindigkeit von 2:00, 1:40 und 1:20 Minuten auf 100 Metern entsprechen. Bei jeder Einstellung und Geschwindigkeit wurden drei Messvorgänge durchgeführt und die Werte gemittelt, um Messfehler ausschließen zu können. Die Athletin hatte die Aufgabe, während jeder Messung die vorgegebene Position ohne Bewegungen zu reproduzieren.