Knowhow | 28. September 2011

Ruhe nach dem Sturm Wie Regeneration sie leistungsfähiger macht

Willem Konrad | Höher, schneller, weiter – dieses Motto aus dem Leistungssport bestimmt wahrscheinlich auch Ihr tägliches Training. Doch am Ende der Saison sollten Sie einen Schritt zurück gehen, um im nächsten Jahr zwei nach vorn machen zu können.
Es ist Ende September und die Saison neigt sich dem Ende zu. Mein Saisonhighlight liegt schon wieder eine gefühlte Ewigkeit zurück – zwei Wochen, um genau zu sein – und ich fühle mich ziemlich gut erholt. Vielleicht absolviere ich noch einen kleineren Wettkampf am Ende des Monats, das ist es dann aber auch. Danach steht die redlich verdiente Saisonpause an. Saisonpause? Moment. Wenn ich ehrlich bin, plane ich im stillen Kämmerchen schon das nächste Jahr, klicke mich durch die Websites der Veranstalter und feile an Strategien für künftige Bestleistungen. Helfen soll mir dabei mein Trainer. Flugs maile ich ihm meine Wettkampfwünsche nebst geplantem Datum meines Wiedereinstiegs ins Training – am liebsten übermorgen – und warte.

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Die Antwort kommt schneller als erwartet. Voller Vorfreude klicke ich auf das kleine Briefsymbol und lese die erste und einzige Zeile. „Denke heute schon an morgen!“ lautet die lapidare Weisung. Was, bitte, soll das denn heißen? Klingt mehr nach einem gut gemeinten Ratschlag eines Bankberaters als nach einem der brandheißen Tipps aus der Zauberkiste meines Trainers. Das will ich genauer wissen und greife zum Telefonhörer. Vielleicht kann ich ihn ja doch noch überzeugen. „Ach, du bist es“, begrüßt mich eine wenig begeisterte Stimme am anderen Ende der Leitung. Noch bevor ich etwas erwidern kann, beginnt die Lehrstunde in moderner Trainingslehre: