Warum die Pause im Training so wichtig ist

Achtung Binsenweisheit: Training ist gekennzeichnet durch den Wechsel zwischen Belastung und Erholung. Doch warum passiert es im Training immer wieder, dass man die wichtigen Momente des Erholens gar nicht richtig beachtet? Ein schwerer Fehler für die Formentwicklung!

| 21. Februar 2013

Pause

Pulskontrolle mit Uhr beim Schwimmen in Kona

Foto > Frank Wechsel / spomedis

Warum die Pause im Training so wichtig ist

Amerikanische Wissenschaftler haben sich in den vergangenen Jahren mit dem Phänomen beschäftigt, dass die Trainingsumfänge immer mehr zunehmen, die Leistungen aber nicht im selben Verhältnis besser werden. Das kann viele Ursachen haben, in einem Punkt ist man sich aber einig: Häufig wird zu wenig Erholung in das Training eingestreut. Wieso ist die Erholung so wichtig, wo man doch versuchen sollte, das Maximale aus jeder Trainingseinheit herauszuholen?

Lüning

Holger Lüning

Das Schwimmtraining wird zum Hauptanteil in der Intervalltrainingsform organisiert. Das gibt die Möglichkeit, die Intensitäten und Streckenlängen optimal planen zu können. So kann man über Unterdistanz-Intervalle (also Intervalle, die kürzer sind als die Wettkampfstrecke) Geschwindigkeiten realisieren, die über dem angestrebtem, durchschnittlichen Wettkampftempo liegen. Bestes Beispiel sind Sprint-Trainings über 15 Meter, 25 Meter oder auch 50 Meter Länge, die die Entwicklung der Grundschnelligkeit fördern.

Bis zu mehreren Minuten Pause

Doch auch Trainingsformen im Bereich der intensiven Grundlagenausdauer oder der wettkampfspezifischen Anforderungen können in sehr hohem Tempo zurück gelegt werden. Damit erhält der Organismus den entscheidenden Reiz zur Anpassung. Der Schwimmer wird leistungsfähiger!

Effektiv werden diese Trainingsformen jedoch nur dann, wenn man den Sportlern zwischen den Intervallen genügend Erholungsmöglichkeiten einräumt – ob nun eine vollständige oder unvollständige Pause hängt von der Trainingsform und der Zielsetzung ab.

Eine zunehmende Ermüdung durch fehlende oder zu kurze Pausen, würde jedoch beispielsweise im Sprintbereich den gewünschten Erfolg verhindern. Gerade im hochintensiven Belastungsbereich benötigen die Schwimmer mehrere Minuten Pause. Idealerweise in Form einer aktiven Pause, also mit leichter Bewegung.

Aktiv statt passiv

Bei einem Training, welches die Ermüdungsresistenz entwickeln soll, sind die Pausen in der Regel unvollständig. Dennoch heißt es auch hier, die Pausen im besten Sinne zu nutzen.