Athletik | 26. August 2011

Stabile Körperachse Fünf unverzichtbare Übungen für die Rumpfstabilität

Nis Sienknecht | Jeder Schwimmer ist nur so schnell wie sein Rumpf stark ist. Das klingt vielleicht übertrieben, tatsächlich aber kommt der Rücken- und Bauchmuskulatur im Schwimmen eine Schlüsselrolle zu. Die positiven Effekte eines entsprechenden Krafttrainings zahlen sich aus: Eine stabile Körperachse ist die Grundvoraussetzung für gute Leistungen und schützt außerdem wirkungsvoll vor Verletzungen und Fehlbelastungen. Wir stellen Ihnen fünf Basisübungen vor, die zu Ihrem Standard-Repertoire gehören sollten.
Ihrer Leistungsfähigkeit wird eine regelmäßige »Rumpf-Stabi«-Einheit zuträglicher sein als eine weitere 3-Kilometer-Einheit im gewohnten Dauerschwimmen, die den Körper nicht neu herausfordert. Beim Kraulschwimmen wird die Auswirkung der Rumpfkraft auf die Geschwindigkeit sogar besonders deutlich: Fehlende Stabilität vor allem in der Rückenmuskulatur führt zu einer schlechteren Wasserlage und einem höheren Wasserwiderstand, da die Beine absinken.
Und falls Sie auch im Triathlon unterwegs sind, profitieren Sie gleich dreifach von einer stabilen Körperachse: Auch beim Radfahren wird ein kraftvoller Tritt aus der Körpermitte unterstützt, ein schwacher Rumpf kann zudem bei aerodynamischen Sitzpositionen zu Rückenschmerzen und in der Folge zu schlechteren Laufleistungen führen. Andererseits bedeutet eine aufrechtere Haltung eine schlechtere Aerodynamik und somit ebenfalls einen Geschwindigkeitsverlust. Und schließlich profitieren Sie auch beim Laufen vom starken Rumpf als Widerlager für die pendelnden Arme und Beine. Dabei ist ein aufgerichteter Rumpf zugleich ein Garant für die Hüftstreckung und beeinflusst damit die Schrittlänge nach hinten und den Fußaufsatz am Boden.

Schon wenig hilft viel

Für die Rumpfstabilisation gibt es keine Schwellendosis, schon wenige Minuten Training bringen Sie voran. Ideal wären allerdings zwei- bis dreimal wöchentlich jeweils 30 bis 60 Minuten Training. Beginnen Sie mit den Übungen nach einem kurzen Aufwärmprogramm. Dafür eignen sich im Fitnessstudio verschiedene Geräte vom Laufband über den Stepper bis zum Crosstrainer. Ideal ist auch ein Springseil. Achten Sie bei den Halteübungen auf eine saubere Ausführung, sie ist wichtiger als die Zahl der Wiederholungen. Machen Sie lieber eine Pause, sobald Ihnen die Kraft für die korrekte Ausführung fehlt.