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Variabel mit dem Tempo umgehen zu können, hängt vor allem von gezieltem Training ab. Gehen Sie in die Tempo-Variationen und schwimmen Sie mal sehr locker und mal sehr schnell.

| 10. Oktober 2016 | Training

Kraulschwimmen | Kraulschwimmen

Tempowechsel machen schnell.

Foto > Frank Wechsel / spomedis

Ausreichend schwimmspezifische Kraft und die Fähigkeit, negative Splits, also eine schnellere zweite Hälfte schwimmen zu können, sind die perfekte Grundlage, um über alle Distanzen agieren zu können, statt nur zu reagieren. Achten Sie bei dieser Einheit auf die strikte Einhaltung der Tempovorgaben, um effektiv zu trainieren.

Tempowechsel dürfen gern abrupt kommen und die Geschwindigkeitsunterschied hoch sein. Starten Sie deshalb ruhig im betonten REKOM-Bereich, um sich dann auf ein höheres Tempo zu bringen. Damit beanspruchen Sie nicht nur Ihren Stoffwechsel sehr gezielt, sondern sind auch koordinativ gefordert. Sie werden sehen: Es ist gar nicht so einfach, das Anfangstempo so zu wählen, dass Sie es später noch steigern können. Ein wichtiger Lernprozess!

Einheit der Woche (3,8 km)

300 m

Einschwimmen

4 x 150 m

50 m Beine + 50 m TÜ + 50 m ganze Lage auf Technik, Pause: 30 s

8 x 50 m

25 m Delfin + 25 m locker beliebig, Pause: 30-45 s

100 m

locker

1.000 m

400 + 300 + 200 + 100 m, Pause: 30-40 s

Tempo steigern, kürze Strecken schneller

100 m

locker

1.000 m

100 + 200 + 300 + 400 m, Pause: 30-40 s

Kraul mit Hand- oder Fingerpaddles, jeweils die zweite Hälfte schneller

300 m

Ausschwimmen mit TÜ

Swipe me

Holger Lüning (50) ist Schwimmtrainer mit über 25 Jahren Erfahrung im Hochleistungssport. Als Aktiver schwamm er in der Bundesliga, als Master gewann er zahlreiche Meistertitel. Lüning ist Dozent in der Trainerausbildung und Autor von Fachbüchern und DVDs. Sein neuestes Werk sind "Die 50 besten Trainingseinheiten für Schwimmer und Triathleten ", die bei spomedis erschienen sind.